Georg von Opel: Durchbruch bei Sanierung

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Sanierung der Autohausgruppe Georg von Opel geht voran. Englische Investorengruppe kauft Betriebsgrundstücke. 730 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Bei der Sanierung der Autohausgruppe Georg von Opel ist nach Angaben des Insolvenzverwalters ein wichtiger Durchbruch erzielt worden.

Zwei Drittel der 730 Arbeitsplätze seien gerettet und 200 Mitarbeitern der Wechsel in eine Auffanggesellschaft angeboten worden, sagte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Sonntag. Ermöglicht worden sei dies unter anderem durch den Verkauf von Betriebsgrundstücken an eine englische Investorengruppe. Erleichtert wurde die Sanierung auch durch den Abschluss langfristiger Mietverträge mit deutlich reduzierten Mieten. Zudem habe sich der Autohersteller Opel, der zu General Motors (GM) gehört, zu einer generösen Belieferung des Autohauses mit Neufahrzeugen und Ersatzteilen bereit gefunden.

Bestandteil des Sanierungskonzepts sei fernerhin die Stillegung "eines nicht unerheblichen Teils" der ehemals 26 Autohäuser der Handelsgruppe. "Die betroffenen Betriebe waren weder rentabel fortzuführen noch hat sich für diese ein Kaufinteressent gefunden", erklärte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Der Standort in Bonn wurde an die MAG Metz GmbH übertragen. Das Autohaus in Friedberg wurde von der in der Region ansässigen Kuhl GmbH übernommen. Der Standort Erfurt soll kurzfristig an eine regionale Händlergruppe veräußert werden. Offen sei derzeit noch das Schicksal des Georg von Opel-Autohauses in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Neun Autohäuser entlang der Rhein-Main-Schiene von Frankfurt bis Würzburg, die zum Kernbereich der Gruppe zählen,  sollen "in gestraffter Form" künftig durch die neu gegründete Autohaus G.V.O. GmbH fortgeführt werden. Zu deren Geschäftsführer wurde mit Klaus Schroff ein ausgewiesener Sanierungs-Spezialist berufen.   Die Autohandelsgruppe war 1936 von Georg von Opel gegründet worden, nachdem die Familie Opel die Produktion 1929 an den US-Konzern General Motors verkauft hatte. Im September vergangenen Jahres war das Insolvenzverfahren eröffnet worden, nachdem das Geschäft nicht aus den roten Zahlen herausgekommen war.