Geradeauslauf garantiert
Mit Achsvermessungssystemen können die Kfz-Werkstätten die Geometriedaten schnell und einfache ermitteln.
Die Achsvermessungssysteme WA 900 und WA 920 von Nussbaum sind für Pkw und Lkw geeignet. Die bedienerfreundliche Software führt den Anwender zielgerichtet durch den gesamten Messprozess. Die kabelgebundene Version WA 900 ist mit einem Achtfach-Spurgeber ausgestattet. Sie ist das Basissystem für die professionelle Vermessung. Das mit Funk arbeitende Modell WA 920 verzichtet auf die Datenkabel und ist deshalb einfacher zu handhaben.
Eine Life-Messwertanzeige mit roten und grünen Gut-/Schlechtaussagen visualisiert den permanenten Soll-Ist-Abgleich der Geometriewerte und unterstützt den Mechaniker bei den Einstellarbeiten. Der Anwender kann in der vorsortierten Datenbank das Fahrzeug auswählen oder einen neuen Auftrag anlegen. Für den kurzfristigen Einblick in die Spur- und Sturzwerte des Fahrzeugs besteht die Möglichkeit einer Schnellvermessung.
Freie Programmwahl
Das Münchener Unternehmen Beissbarth hat das Fahrwerksvermessungssystem ML1800-8R im Programm, das sich für alle Pkw-Typen eignet. Die Vermessung erfolgt über ein Achtfach-Spurgebersystem mit integriertem Sturzpendel.
Die Daten werden über eine schnurlose Infrarot-CCDMesssensorik zwischen Messwertaufnehmern und Geräteschrank übertragen. Die neue Kameratechnologie ermöglicht die Standardvermessung mit mechanischen Drehtellern bei 20 Grad Lenkeinschlag. Das Programm (Schnellvermessung, wahlfreie Vermessung oder programmgeführte Vermessung) kann der Benutzer je nach Bedarf frei wählen. Das Gerät besitzt eine Soll-Datenbank mit über 12.000 Daten von mehr als 60 Fahrzeugherstellern, die der Anwender jederzeit über das Internet aktualisieren kann.
Per Kamera vermessen
Das Unternehmen ATT bietet das berührungslos arbeitendes Fahrwerksvermessungssystem Cura R 2000 an. Es ermittelt die Geometriedaten über eine Colour Coded Triangulation (CCT) – die farbcodebasierte Triangulation. Bei der Achsvermessung projiziert ein Beamer ein exakt definiertes Bild, zusammengesetzt aus einer Vielzahl farbiger Linien, auf das Rad. Eine in einem statischen Winkel angebrachte Kamera nimmt dieses Bild auf. Mittels eines Abgleichs zwischen dem projizierten und dem aufgenommenen Bild errechnet ein Computer ein dreidimensionales Bild. Hieraus ergibt sich die exakte Stellung des Rades, anhand derer die Einstelldaten berechnet werden.
Für die Vermessung fahren die beiden Roboter auf ihrer Seite jeweils erst die Vorderräder an und ermitteln über ein Messsystem deren Mittelpunkt sowie den Abstand zum Rad und bleiben stehen. Nun projiziert der in jeden Roboter des Cura integrierte Beamer in schneller Folge einige Muster auf das Rad, um das Messsystem zu initialisieren. Das CCT-System ermittelt die Radstellung, während die gegenläufig verfahrenden Schiebeplatten langsam die Räder vor- und zurückdrehen. Nach der Messwertaufnahme an der Vorderachse fahren die Roboter weiter zur Hinterachse, wo sie die gleiche Prozedur wiederholen.
Bei den Modellen der Serie 811 von Hunter wählt der Anwender per Tastendruck den Fahrzeughersteller und selektiert danach das Modell.
Nach der Felgenschlagkompensation zeigt das Gerät Sturz, Spur und den Fahrachswinkel automatisch an. Nachlauf, Spreizung, Spurdifferenzwinkel und eingeschlossener Winkel werden nach der Nachlaufroutine anzeigt.
Es besteht die Möglichkeit, dass der Nutzer mithilfe von Schnellspannhaltern die Felgenschlagkompensation überspringen kann. Nach dem Vermessen zeigen Balkendiagramme die Abweichung zum Soll-Wert und die Richtung der Einstellung an. Während der Einstellung bewegt sich der Pfeil oberhalb des Balkendiagramms und die Balken wechseln von rot auf grün, nachdem der Soll-Wert erreicht ist.
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