Knaus Tabbert Gestiegene Zinsen belasten Reisemobil-Handel

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert sieht den Reisemobilmarkt derzeit zwiespältig. Die Nachfrage ist zwar noch vorhanden, doch das Geld sitzt nicht mehr so locker. Auch Analysten bestätigen: Der Bedarf an Rabatten steigt.

Das Freizeitmobilgeschäft von Knaus Tabbert läuft noch immer, doch die Verbraucher schauen inzwischen mehr aufs Geld.(Bild:  Knaus Tabbert)
Das Freizeitmobilgeschäft von Knaus Tabbert läuft noch immer, doch die Verbraucher schauen inzwischen mehr aufs Geld.
(Bild: Knaus Tabbert)

Der niederbayerische Wohnmobil- und Wohnwagenbauer Knaus Tabbert hat zum zweiten Mal binnen weniger Monate seine Prognose gekürzt. Hintergrund sind Probleme bei seinen Händlern, die unter gestiegenen Zinsen leiden, wie das Unternehmen mitteilte. Die Händler tun sich demnach schwer damit, ihre Lagerbestände zu finanzieren, weswegen Knaus Tabbert erneut die Produktion drosselt.

Als Folge der Maßnahme erwartet das Unternehmen nun nur noch einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte die Prognose bei 1,4 bis 1,55 Milliarden gelegen, in einer ersten Gewinnwarnung im Juli hatte der Konzern sie bereits auf 1,3 bis 1,4 Milliarden gesenkt. Auch die Erwartungen an das Ergebnis wurden erneut reduziert. Die Marge werde „deutlich“ niedriger ausfallen als die bereits reduzierte Prognose aus dem Juli, hieß es nun.

Grundsätzlich sei das Marktumfeld aber positiv, betont das Unternehmen. Die Neuzulassungen bei Wohnmobilen stiegen weiter, das Interesse der Kunden an der Urlaubsform halte an und die Produkte von Knaus Tabbert seien für sie attraktiv.

Das Analysten-Haus Montega sieht die Lage nicht ganz so rosig. Die aktuellen Neuzulassungssituation sei in der Gesamtbranche noch der Abarbeitung des Auftragsbestandes geschuldet, heißt es in einer aktuellen Analyse. Die Neuaufträge stagnieren demgegenüber. Zudem sei für Neugeschäfte ein Anstieg der Rabatte zu beobachten. Diese Entwicklung habe sich bereits auf dem Caravan Salon in Düsseldorf angedeutet. Erst ab Mitte 2025 sei wieder mit einer „Belebung in den Orderbüchern“ zu rechnen.

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