Falsche Entsorgung Großbrand vernichtet Reifenlager

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

Ein Großbrand in Karlsruhe zeigt, welche Gefahren von unsachgemäß gelagertem Reifen ausgehen – und was Betriebe beachten müssen. Auf 500 Quadratmetern Fläche gerieten große Mengen Altreifen in Brand.

Meterhohe Flammen und eine massive Rauchentwicklung prägten den Großbrand eines Reifenlagers im Karlsruher Stadtteil Nordstadt. (Bild:  Einsatz-Report24)
Meterhohe Flammen und eine massive Rauchentwicklung prägten den Großbrand eines Reifenlagers im Karlsruher Stadtteil Nordstadt.
(Bild: Einsatz-Report24)

„Professionelle Entsorgung ist kein optionaler Zusatz, sondern ein zentraler Beitrag zum Brand-, Umwelt- und Gesundheitsschutz“, betont die Initiative ZARE, ein Zusammenschluss von 16 Entsorgungsunternehmen im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. (BRV). Das zeigt ein Großbrand in einem Reifenlager im Karlsruher Nordstadt, das am Wochenende zu einem massiven Feuerwehreinsatz führte. Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern gerieten Altreifen in Brand. 68 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Nach Angaben der Ermittler besteht Verdacht auf Brandstiftung, wie ZARE mitteilt.

Laut der Initiative verdeutlicht der Vorfall die Risiken unsachgemäß gelagerter Altreifen. Nach Ansicht der Initiative zählen Altreifen zu den brandintensivsten Abfallarten. Das Brandrisiko steigt den Angaben zufolge erheblich, wenn Reifen über längere Zeit unkontrolliert gelagert werden – unabhängig davon, ob Brände fahrlässig oder vorsätzlich entstehen. ZARE sieht in professioneller Entsorgung eine Lösungsmöglichkeit. Zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe unterliegen strikten Anforderungen: begrenzte Lagerzeiten, klar definierte Lagerflächen, regelmäßige Brandschutzkontrollen sowie zeitnahe stoffliche oder energetische Verwertung. Diese Standards sollen Brandrisiken reduzieren und verhindern, dass Altreifen zu unkontrolliertem Lagermaterial werden.

Für Reifenhändler und Kfz-Werkstätten gelten konkrete Empfehlungen: Bei der Altreifenentsorgung sollten dem Vorschlag zufolge ausschließlich Betriebe mit gültigem Entsorgungsfachbetriebszertifikat (EfB) beauftragt werden. Diese sollten Nachweise vorlegen und Auskunft über ihre Verwertungswege geben. Eine dokumentierte Nachverfolgung schütze nicht nur die Umwelt, sondern auch vor Haftungsansprüchen – denn im Schadensfall können auch die Erzeuger von Altreifen zur Verantwortung gezogen werden.

ZARE fordert deshalb verbindliche Entsorgungsstrukturen mit klaren Zuständigkeiten und geprüften Prozessen. Gerade bei größeren Altreifenmengen zeigt sich: Wer auf unkontrollierte und kostengünstige Zwischenlagerung setzt, trägt erhebliche Risiken – wirtschaftlich wie sicherheitstechnisch.

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