Großversuch mit überlangem Sattelauflieger
Kögel hat mit dem "Big-Maxx" bereits im letzten Jahr einen Auflieger mit zehn Prozent mehr Ladevolumen vorgestellt. Ein Versuch soll jetzt den Nutzen des Konzepts beweisen.
Auflieger-Hersteller Kögel hat mit dem "Big-Maxx" bereits im letzten Jahr einen überlangen Sattelanhänger vorgestellt, der zehn Prozent mehr Ladevolumen im Vergleich zu herkömmlichen Aufliegern bietet. Nach der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung durch alle Bundesländer startet für dieses Konzept nun ein bundesweiter Großversuch mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Kraftfahrtwesen an der RWTH Aachen. Das teilte Kögel jetzt mit.
Innerhalb des auf sechs Jahre angelegten Versuchs werden insgesamt 300 Big-Maxx-Sattelauflieger auf den Straßen in Deutschland unterwegs sein. Der Auflieger hält trotz seiner Übergröße das maximal zulässige Gesamtgewicht von 40 Tonnen ein und sorgt so für eine verbesserte Auslastung. Eine Studie besage, dass das neue Konzept eine Verkehrsentlastung von acht Prozent bei den schweren Nutzfahrzeugen bringe könne, heißt es in der Kögel-Meldung.
In Zukunft seien längere Nutzfahrzeuge nötig, die einerseits eine ökonomisch wie ökologisch vorteilhafte Laderaumausnutzung zulassen und andererseits die Möglichkeiten der Verkehrs-Infrastruktur zu 100 Prozent nutzen. "Nur so können wir dem Gütertransportaufkommen gerecht werden, ohne wesentliche Zuwächse an Transportkapazitäten hinnehmen zu müssen", erläutert Klemens Große-Vehne, Vorsitzender des Beirates beim Hersteller Kögel-Chéreau.
Große-Vehne ist zuversichtlich, dass dieses längere Transportsystem seinen Platz in Deutschland und auch in Europa einnehmen wird. Etwa 80 Transportunternehmen sollen bei dem Versuch die wirtschaftlichen Vorteile des Big-Maxx nutzen. Ein Pluspunkt des Konzepts: Es können alle bisherigen zwei-achsigen Standard-Zugmaschinen zum Einsatz kommen. Mit diesem Megatrailer will sich Kögel an der derzeitigen Diskussion über die 60-Tonnen-Züge beteiligen. Hier sei der Big-Maxx die bessere Alternative, glaubt man bei Kögel.