Halmburger & Höflich: Avanti Nippon
Münchener Fiat-Traditionshändler wechselt nach 78 Jahren die Marke und verkauft zukünftig Fahrzeuge aus dem Hause Nissan.
In 78 Jahren rund 120.000 Fahrzeuge der Marke Fiat verkauft - auf diese stolze Bilanz kann Bayerns Dienstältester Fiat-Händler, das Autohaus Halmburger & Höflich, verweisen. Wie die Süddeutsche Zeitung vermeldet, neigt sich die Partnerschaft zwischen dem Münchener Autohändler und dem Importeur der italienischen Marke dem Ende entgegen. Im Oktober läuft der Händlervertrag mit der Fiat Automobil AG aus. Zukünftig setzt Halmburger & Höflich auf Fahrzeuge der Marke Nissan.
Über den Grund für den Markenwechsel gibt es verschiedene Versionen: "Nachdem der alte Vertrag wegen der Gruppenfreistellungsverordnung gekündigt worden war, haben wir keinen neuen Vertrag angeboten bekommen", erklärte Geschäftsführer Karl Halmburger gegenüber der Zeitung. Fiat Deutschland, mutmaßt der Seniorchef, wolle das Geschäft in München wohl selbst in die Hand nehmen und wie in anderen Städten eine eigene Niederlassung aufbauen.
Fiat-Sprecher Thomas Casper erklärte demgegenüber: "Wir hatten den Eindruck, dass nicht das allergrößte Interesse an der Fortführung der Zusammenarbeit bestand." Der Bau einer Niederlassung sei lediglich "ein Szenario von mehreren, denn normalerweise setzen wir auf einen starken Händler vor Ort."