Delegiertenversammlung in Schleswig-Holstein Handel und Werkstätten müssen zusammen agieren

Von Holger Zietz 3 min Lesedauer

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In Kiel trafen sich die Delegierten des Landesverbands Schleswig-Holstein zu ihrer Jahresversammlung und schworen sich auf die Zukunftsthemen ein. Im Fokus stand der Zusammenhalt des Zentralverbands.

Sprachen vor den Delegierten des Landesverbands Schleswig-Holstein: (v. l.)  Landesinnungsmeister Tim Schneider, ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel, Landespräsidentin Nina Eskildsen und Geschäftsführer Jan-Nikolas Sontag.(Bild:  Zietz – VCG)
Sprachen vor den Delegierten des Landesverbands Schleswig-Holstein: (v. l.) Landesinnungsmeister Tim Schneider, ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel, Landespräsidentin Nina Eskildsen und Geschäftsführer Jan-Nikolas Sontag.
(Bild: Zietz – VCG)

Autohandel und Kfz-Werkstätten müssen gemeinsam für die Anliegen des Kfz-Gewerbes eintreten und gemeinsam im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) agieren. So lautete der Tenor der Versammlung des Landesverbands Schleswig-Holstein im Verbandshaus in Kiel.

Nur so können die Kfz-Betriebe ihre Belange in der Politik und Gesellschaft vertreten. Unter dem Titel „Strong together“ hob ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel die Bedeutung der Verbandsfamilie hinsichtlich der aktuellen Herausforderungen der Branche hervor.

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Sowohl der Autohandel als auch die Werkstätten müssten beispielsweise die notwendigen Informationen vom Hersteller bekommen, um an den Fahrzeugen zu arbeiten. Um solche Ziele erreichen zu können, brauche es Stärke. Die sei nur durch den Zusammenhalt erreichbar.

Individuelle Mobilität ist ein Thema des ZDK

Wichtige Aufgabe für den Verband sei zudem, „den bestmöglichen Service für die Betriebe zu leisten“. Scheel unterstrich ferner die Bedeutung der individuellen Mobilität für die Menschen. Der Verband müsse sich dazu positionieren.

Das zeigten auch die Zahlen. Es gehe mit dem Fahrzeugbestand aufwärts – jüngst erst habe auch der VDA seine Absatzprognose nach oben korrigiert. Selbst in den Großstädten würden weiterhin Autos gekauft, so Scheel.

Um die Belange der Mitglieder besser vertreten zu können und verständlich zu machen, stehe der Verband mit den Entscheidungsträgern auf allen politischen Ebenen im Dialog. Insbesondere auch in Brüssel, weil gerade dort viele Regeln aufgestellt würden, so Scheel.

Wichtiges Anliegen sei beispielsweise, auf die fehlenden Rahmenbedingungen beim weiteren Hochlauf der Elektromobilität hinzuweisen. Das Kfz-Gewerbe leiste durch seine Beratungen beim E-Autoverkauf einen wichtigen Beitrag zur Elektromobilität. Das koste die Betriebe jedoch viel Zeit und damit Geld.

Unter dem Druck der Digitalisierung und den sich ändernden Geschäftsprozessen dürfe aber der Ertrag der Betriebe nicht sinken. Die Transformation im Gewerbe müsse deshalb gemeinsam gestaltet werden.

Joswig: Handel und Werkstätten ziehen an einem Strang

Dass es nur mit Handels- und Werkstattbetrieben zusammen geht, betonte auch Arne Joswig, Vorstandsmitglied des Landesverbands und Kandidat für das Amt des ZDK-Präsidenten. Sein Wahlprogramm sehe diese Teamleistung vor: „Handel und Werkstatt ziehen an einem Strang“, sagte er.

Agentur, Daten und Personal sind weitere Themen, die die Betriebe im Gewerbe beschäftigten. Der Verband habe sie auf seiner Agenda und sei dafür auch verstärkt in Berlin aktiv. Joswig betonte die Notwendigkeit, als Verband in Berlin sichtbar und präsent zu sein.

Nina Eskildsen, Präsidentin des Landesverbands Schleswig-Holstein, stimmte den Ausführungen zu und erklärte, dass es die Aufgabe von Hauptgeschäftsführer und ZDK-Vorstand sei, den Verband zu einer leistungsstarken Interessengemeinschaft zu formen.

ZDK muss sich stärken, um Interessen besser zu vertreten

Denn die Stabilität in der Branche sei nach wie vor gestört. Zwar bauten sich Lieferschwierigkeiten langsam ab und Neuwagen würden zunehmend geliefert. Vereinzelt mieteten Händler bereits Flächen an, um Neuwagen und Leasingrückläufer abstellen zu können. Aber die Lieferzeiten bei Ersatzteilen seien weiterhin sehr lang und für die Betriebe herausfordernd.

Jedoch zeichne sich ein Wandel ab: Die Zahl der Neuaufträge sei rückläufig. Noch lebten viele Händler von den Aufträgen des letzten Jahres. Es sei nicht vorhersehbar, was noch kommt.

Schon im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres sei die Nachfrage eingebrochen, insbesondere bei Elektrofahrzeugen. Die sinkenden Prämien bremsten die Kauflust bei E-Autos. Insgesamt halte der Verbraucher sein Geld aufgrund der hohen Heizkosten und der Inflation eher zusammen, fasste Eskildsen zusammen.

Positiv für die Branche sei die Situation der Werkstätten: Die Auftragslage und Auslastung seien hoch. Das bestätigte auch Landesinnungsmeister Tim Schneider. Er wies aber auch auf die Belastung wegen der schleppenden Belieferung der Reparaturbetriebe und fehlender Fachkräfte hin.

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