Helmut Ernst übernimmt bei ZF Services

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Ein ehemalige Conti-Manager lenkt künftig die Aftermarket-Sparte von ZF: Helmut Ernst (Foto) löst im März 2015 den langjährigen Chef Alois Ludwig ab, der in den Ruhestand geht.

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Bald neuer Chef von ZF Services: Helmut Ernst.
Bald neuer Chef von ZF Services: Helmut Ernst.
(Foto: Rosenow)

ZF Services, das Aftermarket-Geschäftsfeld des Autozulieferers ZF, bekommt einen neuen Chef. Auf der Automechanika hat der langjährige Geschäftsführer Alois Ludwig persönlich seinen Nachfolger Helmut Ernst vorgestellt. Am 1. März soll der ehemalige Continental-Manager dann die Geschäftsführung übernehmen, während sich Ludwig in den Ruhestand verabschiedet. Ernst hatte Continental im Frühjahr nach 28 Jahren verlassen.

Als seine wichtigste Aufgabe nannte Helmut Ernst, den freien Ersatzmarkt auf die Herausforderungen durch Fahrzeugelektronik und -vernetzung vorzubereiten. Moderne Pkw seien „rollende IP-Adressen“, die in großem Umfang Daten an ihre Umwelt senden. Die Nutzung dieser Daten dürfe nicht den Autoherstellern vorbehalten bleiben, betonte Ernst auf der Automechanika-Pressekonferenz von ZF Services.

Das Unternehmen arbeitet derzeit an einer Technik, mit der auch Freie Werkstätten sich in den Informationsfluss zwischen Auto und Umwelt einklinken können, beispielsweise auf Basis der unternehmenseigenen Telematikplattform Openmatics. „In Zukunft werden wir noch intensiver mit dem ZF-Bereich Openmatics zusammenarbeiten, um passende digitale Dienstleistungen für den Aftermarket zu entwickeln und zu vertreiben“, sagte Helmut Ernst.

TRW-Kauf könnte ZF-Ersatzteilprogramm erweitern

Ein Thema auf der Pressekonferenz war zudem die kurz zuvor angekündigte Übernahme von TRW durch ZF. Allerdings konnten die Aftermarket-Verantwortlichen zu den Plänen, die der Konzern mit der Neuerwerbung hat, noch keine Auskunft geben. „Es gibt noch keinen Businessplan, aber die TRW-Produkte werden unser Portfolio deutlich erweitern“, hieß es in Frankfurt.

TRW vertreibt im Aftermarket vor allem Bremsen- und Fahrwerkteile. Das Geschäft mit Motorkomponenten hingegen hat TRW an den deutschen Zulieferer KSPG delegiert.

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