Herzlichen Glückwunsch, Herr Eger!

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Stationen einer beispiellosen Unternehmerkarriere: BMW-Autohändler und ZDK-Vizepräsident Hanns-Peter Eger wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Hanns-Peter Eger hat heute in einer Feierstunde in Heidelberg das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen. Der geschäftsführende Gesellschafter des BMW-Hauses Auto Kocher (Heidelberg) und ZDK-Vizepräsident wurde von Prof. Dr. Raban von der Malsburg, erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg, ausgezeichnet.

Zu den über 200 geladenen Gästen der Ordenszeremonie zählten ZDK-Präsident Rolf Leuchtenberger und BMW-Vertriebschef Ralph Weyler. Leuchtenberger und Weyler würdigten in ihren Grußadressen die herausragenden Verdienste Egers als Vollblutunternehmer und engagierter Ehrenamtsträger des Kfz-Gewerbes. Aus Anlass der Ordensverleihung hat »kfz-betrieb« die wichtigsten beruflichen Stationen des Jubilars nachgezeichnet:

Hanns-Peter Eger wurde am 22.11.1946 in Heidelberg geboren. 1966 legte er am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium das Abitur ab. Von 1966 bis 1968 diente er freiwillig bei der Bundeswehr und schied mit dem Dienstgrad Leutnant der Reserve aus. 1968 trat Eger in das elterliche Automobilunternehmen "Auto Kocher Georg Kocher KG" als Kommanditist und Prokurist ein. Nach dem Ausscheiden seiner Mutter Erna Eger im Jahr 1994 übernahm er den Status des Komplementärs.

Hanns-Peter Eger ist zum zweitenmal verheiratet. Er hat drei Kinder. Seine Ehefrau Monika Frey-Eger ist in der Geschäftsleitung für die Finanzen, Personal und Controlling zuständig. Von den Kindern arbeiten zwei im Betrieb mit. Sohn René ist Geschäftsführer im Bereich Rover/Land Rover und Kommanditist bei Auto Kocher. Tochter Tatjana ist zuständig für Marketing und Sales Assistent.

Hanns-Peter Eger war im Jahr 1976 Mitbegründer der Heidelberger Kundendienstgemeinschaft (HKG). Er war über zehn Jahre Sprecher dieser regionalen Kundendienstgemeinschaft. Im übrigen initiierte Eger erstmals im Raum Heidelberg-Mannheim eine Gebrauchtwagenausstellung (DEXA), die ihrer Art nach eine der ältesten in Baden-Württemberg ist.

Seit seinem 30. Lebensjahr ist Hanns-Peter Eger als Ehrenamtsträger in seiner Kfz-Innung, im Kfz-Landesverband Baden-Württemberg und in anderen Organisationen engagiert. Damit bekleidet er seit über 25 Jahren wichtige Ehrenämter im Kfz-Gewerbe. .

Bereits Ende der 70er Jahre wurde der Vollblut-Unternehmer von der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald (damals Kfz-Innung Mannheim) als Delegierter für den Fachbereich Kfz-Handel in die Delegiertenversammlung des Kfz-Landesverbandes Baden-Württemberg gewählt. Dieses Ehrenamt bekleidet er bis heute. Bis Anfang der 80er Jahre war Eger zudem Pressesprecher seiner Innung. 1979 wurde Eger Mitglied des Sozialpolitischen Ausschusses und der Tarifkommission des Kfz-Landesverbandes.

Von 1986 bis 1989 war Eger Vorstandsmitglied seiner Kfz-Innung. Von 1989 bis 1992 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Innungs-Obermeisters. Die Delegiertenversammlung des Landesverbandes wählte Hanns-Peter Eger im Mai 1985 zum Vorsitzenden der Fachgruppe Kfz-Handel und damit zum Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes. Seit 1991 ist Eger Vizepräsident des Landesverbandes.

Neben diesen regionalen und landesweiten Führungsämtern in Baden-Württemberg setzt sich Eger sowohl für die Verbands- und Innungsorganisation des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, als auch für die der BMW-Händler-Organisation ein. 1991 erfolgte seine erste Wahl in den Vorstand des Verbandes Deutscher BMW-Händler, in dem er sich bis heute engagiert für die Interessen der BMW Handelsorganisation einsetzt.

Im Jahr 1993 wählte die Mitgliederversammlung des ZDK Hanns-Peter Eger zum Vorsitzenden des ZDK-Gebrauchtwagenausschusses. Auch diese Aufgabe hat er bis heute inne. 1995 gründete Eger mit einigen aktiven Mitstreitern den Verband der Europäischen BMW-Händler (EBDA). Im Oktober 1995 wurde er in Madrid zum Gründungspräsidenten gewählt. Nach zwei Wiederwahlen steht er diesem Verband bis heute als Präsident vor.

Unmittelbar nach der politischen Wende 1989/1990 wirkte Eger am Wiederaufbau des Kfz-Gewerbes in den neuen Bundesländer - insbesondere in Sachsen - mit. So war er maßgeblich an der Gründung des neuen Kfz-Landesverbandes Sachsen und der Kfz-Innungen in Dresden und Leipzig beteiligt.

Zugleich initiierte Hanns-Peter Eger den am 1. Januar 1993 vollzogenen Zusammenschluss der Kfz-Landesverbände Nordbaden-Württemberg (seit 1987 Baden-Württemberg) und Südbaden zum neuen Kfz-Landesverband Baden-Württemberg. Seit 1979 ist Hanns-Peter Eger Mitglied des Sozialpolitischen Ausschusses und der Tarifkommission des Landesverbandes. Im April 1991 wurde Eger zum Vorsitzenden der Tarifkommission gewählt. Dieses Spitzenamt bekleidete Eger bis 1996. .

Als Leiter der Tarifkommission stand er den Gewerkschaften IG Metall, Handel, Banken und Versicherungen (HBV), Deutsche Angestellten-Gewerkschaft, Christliche Gewerkschaft Metall, Deutscher Handels- und Industrieangestellten-Verband sowie dem Verband Deutscher Techniker als Repräsentant gegenüber.

In dieser Funktion war er auch Mitglied des Sozialpolitischen Ausschusses des Zentralverbandes. Im Mittelpunkt stand im Jahr 1993 ein fünfwöchiger Arbeitskampf, den die IG Metall herausgefordert hatte. Es ging damals um die Durchsetzung der 35-Stunden-Woche, die die Gewerkschaft durch den Arbeitskampf erreichen wollte. Trotz eines fünfwöchigen Arbeitskampfes blieb es im baden-württembergischen Kfz-Gewerbe bei der bis dato geltenden 36-Stunden-Woche.

Besonders stolz ist Hanns-Peter Eger auf die Leistung seiner Kommission im Blick auf eine mehrstündige Streikunterbrechung. Es gelang ihm im Einvernehmen mit der IG Metall, Sorge dafür zu tragen, daß die Einführung der neuen C-Klasse der damaligen Daimler-Benz-Handelsorganisation sowohl in den Mitgliedsbetrieben als auch in den Niederlassungen des Herstellers trotz des Streiks durchgeführt werden konnte.

Im November 1996 wurde Hanns-Peter Eger für diese Verdienste mit der Silbernen Verbandsnadel des ZDK ausgezeichnet.

Eger ist seit April 1982 Mitglied im Wirtschaftsrat der CDU und seit 1985 Mitglied in der Mittelstandsvereinigung des CDU-Kreisverbands Heidelberg. Seit 1991 gehört er zudem dem Kreisvorstand der CDU Heidelberg an. Im Juni 2002 wurde Eger von der Mitgliederversammlung des ZDK zum Vizepräsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes gewählt.

Mehr zum Event und zum Unternehmen Auto Kocher lesen Sie im »kfz-betrieb« Wochenjournal Nr. 19.