Kfz-Versicherung Höhere Beiträge für Elektromodelle

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

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E-Autos sind seltener in Unfälle verwickelt als Verbrenner. Trotzdem steigen aufgrund höherer Reparaturkosten nun teilweise die Versicherungsbeiträge. Doch das müsste nicht zwingend so sein.

Bei E-Fahrzeugen kann die Reparatur des Akkus schnell ins Geld gehen.(Bild:  Volvo)
Bei E-Fahrzeugen kann die Reparatur des Akkus schnell ins Geld gehen.
(Bild: Volvo)

Hohe Reparaturkosten machen die Kfz-Versicherung für E-Autos teurer. Wie „Auto Motor und Sport“ berichtet, ist die Vollkasko für einige Elektromodelle bereits kostspieliger als für die vergleichbaren Verbrenner. Der Fall ist das beispielsweise bei Fiat 500, Hyundai Kona und Renault Kangoo – und das, obwohl E-Mobile weniger häufig in Unfälle verwickelt sind.

Grund für die gestiegenen Prämien sind dem Bericht zufolge die hohen Werkstattkosten bei E-Autos, die im Schnitt um 30 bis 35 Prozent über denen von Benzinern oder Dieseln liegen. Dabei spiele nicht zuletzt eine häufig unnötige Akku-Quarantäne eine Rolle. Möglicherweise beschädigte Fahrzeugbatterien müssen speziell gelagert werden, was hohe Kosten verursache. Diese könnten sinken, würden die Hersteller den Werkstätten einen besseren Zugang zu den Akkudaten gewähren, um den Zustand und die Gefahren möglicherweise beschädigter Batterien besser einschätzen zu können, wie der Gesamtverband der Versicherer in dem Bericht erläutert. Durch ein Auslesen der Informationen vor Ort ließe sich die Notwendigkeit einer Quarantäne besser abschätzen.

Alu-Druckguss kaum zu reparieren

Als weiteren Faktor für hohe Reparaturkosten führt der Bericht den Trend an, große Karosserieteile aus einem Stück zu fertigen, die dann nach einem Unfall nur noch mit großem Aufwand ausgetauscht werden können. Auf das sogenannte Gigacasting setzen nach Tesla inzwischen auch Toyota, Hyundai, Ford und Volvo. Hersteller sparen so Produktionskosten, gleichzeitig steigen dadurch die Reparaturkosten in den Werkstätten.

„Mit heutigen Werkstattmitteln können die großen, komplexen Karosseriebauteile aus Aluminiumguss nicht repariert werden“, erklärte Heinz Gressel, Vorsitzender des GDV-Ausschusses Kraftfahrtversicherung, der „Auto Motor und Sport“. „Hinzu kommt, dass Aluminiumgussteile dazu neigen, bei Überlastung lokal mit Rissbildung zu reagieren. Um diese zu lokalisieren, müsste das Bauteil nach einem Unfall freigelegt und untersucht werden.“ Das lasse die Reparaturkosten weiter steigen.

Die Verlagerung dieser Kosten auf die Versicherten werde zu weiter steigenden Policen führen. Das wiederum werde die Elektromobilität unattraktiver machen. „Wenn die Kosten für E-Mobilität aus dem Ruder laufen, sinkt auch deren Akzeptanz.“

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