Auch der Umzug des Importeurs im Oktober von Neckarsulm nach Offenbach habe sich bemerkbar gemacht. 27 Prozent der Mitarbeiter sind aus dem Unternehmen ausgeschieden, sodass Hyundai Motor Deutschland viele Positionen neu besetzen musste. Die Hyundai-Händler bemängelten vor allem die schwierige Kommunikation mit der Importeurszentrale. So blieben einerseits Anrufe unbeantwortet, andererseits konnten bei Problemen keine Zusagen gemacht werden oder Zusagen nicht eingehalten werden.
Trotz aller Probleme seien die Neuzulassungszahlen bei Hyundai mit 85.000 Einheiten per Ende Oktober und einem Marktanteil von 3,4 Prozent durchaus gut. „Wir sind stolz darauf, zweitstärkste Importeursmarke zu sein. Das ist eine starke Leistung, die wir alle mitgeprägt haben“, sagte Schumann. Hyundai habe eine gute Modellpalette und der Handel könne auch Geld mit den Autos verdienen.
Dennoch spiegelten die Neuzulassungszahlen nicht die Endkundenverkäufe wider. „Von Tageszulassungen kommen wir nicht weg, obwohl es in diesem Jahr weniger werden sollten“, so Schumann. „Ganz ohne kommen wir bei diesem Markt nicht klar, aber unsere Forderung muss sein, dass sich das Niveau im kommenden Jahr deutlich reduziert.“
Auch das nächste Jahr werde für den Verband wieder große Herausforderungen bieten, so Schumann. So stehen unter anderem neue Serviceverträge- und standards sowie ein neues Ersatzteilbonussystem auf der Agenda. Schumann äußerte den Wunsch, die Zusammenarbeit wieder partnerschaftlicher zu gestalten. „Vielleicht gelingt es uns, einige Weichen neu zu stellen. Trotz aller Hindernisse, Baustellen und Schwierigkeiten bin ich überzeugt, dass wir Lösungen finden werden, die für beide Seiten akzeptabel sind“, sagte der Verbandsvorsitzende.
Hyundai verspricht Verbesserungen
„Wir sind uns bewusst, dass das wichtigste Thema die Kommunikation ist“, sagte Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, in einer Podiumsdiskussion mit Verbandsvertretern. 2013 sei ein schwieriges Jahr mit vielen Veränderungen gewesen. „Wir werden eine deutliche Verbesserung erreichen.“ Das neue Softwaresystem solle bis zum Jahresende zufriedenstellend laufen. Hyundai habe nicht nur ausscheidende Mitarbeiter ersetzt, sondern auch zusätzliche eingestellt, die inzwischen eingearbeitet und voll einsatzfähig sind. Viele Probleme hätten sich damit erledigt.
Auch die Tageszulassungen will Hyundai 2014 reduzieren. „Wir waren bereits einige Monate auf einem guten Niveau, jedoch hat der schwierige Markt dazu geführt, dass die Tageszulassungen wieder nach oben gegangen sind“, erläuterte Schrick. Für das kommende Jahr stelle Hyundai das Vertriebssystem auf den Prüfstand. In der Folge würden die Tageszulassungen deutlich sinken, so Schrick.
Angesichts der derzeit vielen Veränderungen bei Hyundai Motor Deutschland warb er bei den Händlern um Verständnis. „Wir haben verstanden, dass sie nicht zufrieden sind“, sagte Schrick. Es sei das gute Recht der Hyundai-Partner, darauf hinzuweisen, wenn etwas nicht funktioniere. Aber er wünsche sich ebenso, dass man auch erwähne, wenn etwas gut klappe. „Wir wissen, es gibt Stolpersteine, aber unsere Mitarbeiter tun ihr Bestes“, so der Geschäftsführer.
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