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Für Elektroautos typisch ist bei beiden SUVs der starke Antritt. Der Kona ist in der getesteten, leistungsstärkeren Version mit großer Batterie schon eine kleine Granate. Mit seinen 150 kW/204 PS und 395 Newtonmetern Drehmoment gibt sich das SUV durchaus sportlich. Beim Tritt aufs Gaspedal hält man instinktiv erst einmal das Lenkrad fest, weil man einen solchen Vortrieb in einem B-SUV fast nicht erwartet. Aus dem Stand auf Tempo 100 schafft es der Kona Elektro in 7,6 Sekunden.
Auch der Nexo beschleunigt ordentlich und macht Spaß. Bei gleichem Drehmoment, aber mit 120 kW/163 PS etwas weniger Leistung geht es ein Stück weit gemächlicher voran. Der im Vergleich zum Kona rund 100 Kilogramm schwerere Nexo hat dennoch keine Probleme, wenn es an einen Zwischensprint zum Überholen geht. Von 0 auf 100 km/h braucht das Brennstoffzellenfahrzeug 9,2 Sekunden.
Bei beiden Modellen gibt es Wippen am Lenkrad. Die sind jedoch nicht zum Schalten da, denn es gibt nur eine Stufe. Stattdessen kann man mit ihnen den Grad der Rekuperation einstellen. In der höchsten Stufe bremst das Fahrzeug bis zum Stand ab, wenn man den Fuß vom Gas nimmt. So kann man den Vortrieb praktisch allein mit dem Gaspedal steuern. Das ist jedoch gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt komfortabel.
Beim Platz punktet der Nexo – schließlich ist das Modell mit 4,67 Metern deutlich größer als der Kona Elektro, der nur auf 4,18 Meter kommt. Vorn sitzt man in beiden Modellen komfortabel, hinten wird es im Kona sowohl für die Beine als auch für den Kopf deutlich enger. Der Kofferraum ist bei beiden Autos alltagstauglich. Die Technik braucht jedoch ihren Platz. Mit 332 Litern bietet der Kona Elektro rund 30 Liter weniger Platz als das reguläre Modell. Im Nexo ist mit 461 Litern deutlich mehr Platz – im Vergleich zum ähnlich großen Tucson fehlen aber auch mehr als 50 Liter.
Der Kona Elektro ist für dieses Jahr bereits ausverkauft. Die 1.000 für den deutschen Markt geplanten Exemplare haben schon ihre Käufer gefunden. Im kommenden Jahr rechnet Hyundai mit 2.000 bis 3.000 verkauften Einheiten.
Auch für den Nexo gibt es bereits einige Interessenten. 200 Bestellungen hat der Importeur bislang erhalten. Hyundai rechnet in einem vollen Verkaufsjahr mit rund 1.000 Einheiten – unter der Voraussetzung, dass der Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur wie geplant voran geht.
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