IAA Mobility ZDK: Automesse in München findet ohne Hersteller statt

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Zur IAA Mobility übt der ZDK scharfe Kritik an den Autoherstellern. Viele kehrten der internationalen Messe in München den Rücken. Ein gemeinsamer Austausch zur künftigen Mobilität könne so nicht stattfinden, lautet der Vorwurf. Die IAA startet am 5. September.

Impressionen von der IAA Mobility 2021: Die mangelnde Präsenz der Autohersteller auf der Automesse im Jahr 2023 wird vom ZDK öffentlich kritisiert. (Bild:  Boris Loeffert)
Impressionen von der IAA Mobility 2021: Die mangelnde Präsenz der Autohersteller auf der Automesse im Jahr 2023 wird vom ZDK öffentlich kritisiert.
(Bild: Boris Loeffert)

Die IAA Mobility wirbt damit, die größte und wichtigste Mobilitätsveranstaltung der Welt zu sein und „Herstellern, Zulieferern, Tech-Unternehmen, Dienstleistern und Start-ups vielfältige Möglichkeiten zu bieten, sich und ihre Leistungen einem breiten internationalen B2B- und B2C-Publikum zu präsentieren“. Doch wer auf die Ausstellerliste schaut, staunt nicht schlecht. Viele Automobilhersteller bleiben der Messe, die vom 5. bis zum 9. September in München stattfindet, fern.

Das kritisiert auch ZDK-Präsident Arne Joswig. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) selbst beteiligt sich mit einer Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit im Autohaus.

Laut ZDK biete die IAA als zentrale Messe für das gesamte Ökosystem der straßengebundenen Mobilität eine Plattform, auf der sich alle Akteure über die künftigen Herausforderungen für die Mobilität austauschen könnten. Sofern sie teilnehmen würden. Die fehlende Präsenz der Fahrzeughersteller erschwere eine gemeinsame Debatte um eine nachhaltige individuelle Mobilität der Zukunft, so Joswig.

„Das Kraftfahrzeuggewerbe bringt sich gerne mit seinem Kongress bei dieser großen Branchenmesse ein. Ich würde mich freuen, wenn sich alle anderen relevanten Akteure ebenfalls an der Diskussion um die Mobilität der Zukunft beteiligen. Deshalb habe ich kein Verständnis dafür, dass so viele Fahrzeughersteller der Messe den Rücken kehren und sich nicht in die Debatte einbringen. Nachhaltige individuelle Mobilität wird auch in Zukunft nicht ohne Auto funktionieren und deshalb sollten sich Hersteller und Handel weiterhin gemeinsam dafür einsetzen“, so Joswig weiter.

Für Vertreter von Autohäusern, Werkstätten und andere Branchenakteure bietet die ZDK-Veranstaltung „Nachhaltige individuelle Mobilität: Nur mit uns!“ am 7. September Informationen über die Ressourcenschonung im Kfz-Betrieb. Außerdem gibt es eine Podiumsdiskussion mit Experten darüber, wie der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Transformation der individuellen Mobilität noch stärker berücksichtigt werden kann.

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