ID Space Vizzion: VW lässt den Passat selbst alt aussehen

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Kommuniziert wird zudem durch eine lange Lichtleiste im Armaturenbrett. Sie signalisiert etwa Gefahren, fordert zum Spurwechsel auf oder zeigt an, dass der lautlose Motor läuft. Auch außen signalisieren Lichtbänder und Scheinwerfer dem sich nähernden Fahrer, dass er etwa per Bluetooth erkannt wurde. Die Lichter der Studie zeigen zudem, wo der Fahrtwind durch Öffnungen in der Vorderhaube und dem Dach schlüpft. Die Aerodynamik-Show dürfte es eher nicht in die Serie schaffen.

Vielleicht aber die veganen „Leder“-Sitze mit Bestandteilen aus Apfelsaft – oder gar der Verzicht auf klassische Türgriffe? Stattdessen besitzt der VW beleuchtete Touch-Flächen. Die dimmen auf, sobald der Wagen erkennt, dass sich jemand mit dem Fahrzeugschlüssel oder einem synchronisierten Smartphone nähert. Wird die leuchtende Fläche berührt, leuchtet’s heller, die Fläche pulsiert und die Tür geht auf. Das würde zumindest die Kinder beim Familien-Ausflug begeistern. Die Feuerwehr bei einer Unfallrettung wohl weniger. Aber zwischen Vizzion und Realität liegt ja noch mehr als ein Jahr.

Was wird aus dem Passat?

Einer zuletzt immer häufiger geführten Diskussion dürfte die Studie aber schon jetzt zusätzlichen Stoff liefern: Die Frage nach der Zukunft des VW Passat steht im Raum. In den letzten Jahren hatte der Mittelklassewagen beim Absatz geschwächelt. Kürzlich hat VW dem Modell ein Facelift spendiert. Neben dem ID Space Vizzion sieht der aktuelle Passat dennoch alt aus.

Und auch seinen Platz im Werk Emden muss der Passat für die Produktion von Elektroautos räumen. Zuletzt hatte VW betont, das Auto in einem neuen Mehrmarkenwerk weiterbauen zu wollen. Als Standort war eigentlich bereits die Türkei auserkoren. Nach deren Militäroffensive in Syrien ist das Projekt aber wieder in der Schwebe.

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