Tarifverhandlungen In den Kfz-Werkstätten drohen Warnstreiks

Von Andreas Grimm, dpa 1 min Lesedauer

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Mitten im Ostergeschäft könnte es in den Kfz-Werkstätten stocken. Denn die Tarifverhandlungen haben begonnen. Die IG Metall macht Druck für bessere Arbeitsbedingungen, die Arbeitgeber sehen wenig Spielraum.

Im Kfz-Gewerbe drohen Warnstreiks. Die aktuelle Tarifrunde hat begonnen.(Bild:  IG Metall)
Im Kfz-Gewerbe drohen Warnstreiks. Die aktuelle Tarifrunde hat begonnen.
(Bild: IG Metall)

Kunden von Kfz-Werkstätten und Autohäusern müssen sich in den kommenden Tagen auf eingeschränkten Service einrichten. Die IG Metall hat die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen, um in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck zu erhöhen. Vor allem in größeren Betrieben könnten daher Termine für Reparaturen oder die vor Ostern häufigen Reifenwechsel wackeln. 

Wie das Kfz-Gewerbe in Bayern mitteilt, habe man sich an diesem Montag, 31. März, zu einer ersten Verhandlungsrunde getroffen. Den Angaben zufolge fordert die IG Metall unter anderem eine Lohnerhöhung um 6,5 Prozent sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 170 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

In den Forderungen der Gewerkschaft seien zudem Begriffe wie „Garantieeinkommen“ und „Entlastungskomponente“ enthalten, die die Arbeitgeberseite zunächst erläutert haben wollte. Die Arbeitgeber haben auch aus diesem Grund bislang kein Angebot vorgelegt. Bei den regional geführten Verhandlungen steht der nächste Termin am 9. April in Niedersachsen an.

Die Forderungen der IG Metall würden nun geprüft, heißt es vom Kfz-Gewerbe Bayern. Die Branche stehe aber vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen: allgemein schlechte Konjunktur, hohe Energiekosten und der Investitionsaufwand beispielsweise im Bereich Elektro-Ladeinfrastruktur. „Deshalb haben unsere mittelständischen und oftmals noch familiengeführten Betriebe aktuell wenig finanziellen Spielraum.“

Die Tarif-Vorständin der IG Metall, Nadine Boguslawski, beklagt dagegen einen hohen Arbeitsdruck auf die Beschäftigten in den Werkstätten bei gleichzeitig geringer Wertschätzung. Deswegen hätten viele Fachkräfte bereits die Branche mit rund 430.000 Beschäftigten verlassen. Laut der Gewerkschaft würden rund 91.000 Angestellte direkt von dem angestrebten Tarifvertrag profitieren.

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