Infiniti: Wichtig sind mehr Servicepunkte

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Mich wundert, dass die Europazentrale nicht schon längst mit mehr Konsequenz hinter dem Netzausbau her ist, schließlich soll Infiniti doch bis 2017 rund 500.000 Einheiten weltweit zum Power-88-Programm beitragen. Spielt Europa am Ende gar keine Rolle in der Weltabsatzplanung?

Der Q30, den wir auf der letzten IAA als Konzept vorgestellt haben, wird in Europa gebaut und wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt. Damit zeigen wir deutlich unser Commitment zum europäischen Markt. Europa ist für Infiniti somit weiterhin ein wesentlicher Faktor für das Wachstum.

Auch das Vertriebskonzept schwankte in den letzten Jahren je nach Führungskraft zwischen Superexklusiv und Standard-Premium. Was müssen interessierte Händler derzeit eigentlich grundsätzlich erfüllen? Und welche Händler suchen Sie als idealtypische Infiniti-Vertriebspartner?

Wir suchen Vertragspartner, die bereit sind, mit uns diesen spannenden Weg zu gehen. Und dafür braucht es vor allem Lust an einer neuen Marke. Unsere CI-Standards sind absolut im Rahmen dessen, was andere Premiumanbieter fordern, es kommt aber natürlich auf die örtlichen Rahmenbedingungen an. Auch bei den Anforderungen für das Personal und den Service verhalten wir uns nicht anders als andere Premiummarken. Wichtig ist, dass beide Seiten Lust auf einen gemeinsam erfolgreichen Weg haben.

Für 2015 ist der Q30 angekündigt. Wann soll er tatsächlich kommen und wie geht es mit der Produktpalette weiter?

Das Modell Q30 werden wir im Herbst 2015 auf den Markt bringen. Zu Beginn des nächsten Jahres wird bereits das Q70 Facelift erhältlich sein, das zudem neu als Variante mit einem 2,2-Liter-Dieselmotor bestellbar ist.

Sebastian Vettel verlässt seinen langjährigen Formel-1-Rennstall „Red Bull Infiniti“. Er hatte die Marke schon immer wieder in die mediale Öffentlichkeit gebracht. Sehen Sie darin zusätzlichen Gegenwind für Sie, Infiniti in Deutschland voranzubringen?

Die Unterstützung von Sebastian Vettel in den vergangenen Jahren war sehr wertvoll für uns. Als Director of Performance war er die Speerspitze der technischen Zusammenarbeit zwischen der Marke Infiniti und dem Infiniti Red Bull Racing Formel 1 Team. Diese technische Zusammenarbeit wurde bereits etabliert, bevor Sebastian Vettel persönlich dazu stieß, und sie wird auch weiter fortgesetzt werden. Daran ändert sich nichts. Im Übrigen bleibt Infiniti nach wie vor Partner und Titelsponsor des Formel 1 Teams. Unser Markenauftritt und die Verbundenheit mit dem Rennsport bleiben also auch in Deutschland unverändert.

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