"Investitionen hätten sich nicht gerechnet"
Die anspruchsvollen Standards fordern ihren Tribut: Das VW- und Audi-Haus Glöckler mit Hauptsitz in Frankfurt am Main hat zwei Filialen geschlossen.
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Die Automobil-Verkaufsgesellschaft Otto Glöckler mit Hauptsitz in Frankfurt am Main hat Ende August die beiden Filialen in Oberursel und Hattersheim geschlossen. Dies berichtet die Frankfurter Rundschau. Die beiden Standorte hätten die hohen Standards, die von VW und Audi nach den neuen Händlerverträgen verlangt werden, nicht erfüllen können. "Wir hätten investieren müssen. Das hätte sich nicht gerechnet", erklärte Geschäftsführer Oliver Glöckler. 31 Mitarbeiter haben in diesen Tagen ihre Kündigung erhalten. Für die übrigen zwölf Betriebe an Standorten in Frankfurt und Hanau, Langen und Neu-Isenburg gebe es aber keine Schließungspläne, heißt es weiter.
Oliver Glöckler ist Urenkel des Firmengründers. 1919 hat Otto Glöckler Senior mit sieben Mitarbeitern die Firma in Frankfurt gegründet. Heute gehört Glöckler nach eigenen Angaben mit rund 700 Mitarbeitern zu den größten Volkswagen- und Audi-Händlern in Deutschland. Seit 1949 verkauft Glöckler Autos von VW. 1950 wurde das Haus der erste Porsche-Händler Deutschlands und seit 1966 werden Audis in den Verkaufshallen angeboten. Am Standort Oberursel befand sich ein Audi-Zentrum, in Hattersheim wurden Nutzfahrzeuge und Pkw von VW verkauft.