Jetzt auch Einkaufsfinanzierung
Seit April 2007 können die Händler von Automobilen, Motorrädern, Reisemobilen und Wohnwagen nun auch den Einkauf ihrer Fahrzeuge mit der Creditplus Bank abwickeln.
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Die Creditplus Bank hat in der Branche als Absatzfinanzierer einen guten Namen. Außerdem agiert sie als Captive für eine Reihe von Zweiradherstellern und ist hier auch Marktführer, was Absatzgeschäfte betrifft. Im Automobilhandel übt sie noch keine Captive-Funktion aus. Deshalb, so Heinz Tschernisch, Leiter Absatzfinanzierung, schlage die Bank immer dort ihre Zelte auf, wo sie gute Geschäfte machen könne. „Wir sind nicht eitel und gern die Bank Nummer zwei oder drei beim Händler“, beschreibt Tschernisch die Arbeitsweise der Bank. Dafür sei es jedoch notwendig, eine auf den Händler zugeschnittene Produktpalette zu haben und immer präsent zu sein.
Was der Händler wirklich braucht
Die Präsenz erreicht die Bank mit ihrem Außendienst. 28 Mitarbeiter sind allein im Bereich Automotive unterwegs und erfahren im Gespräch mit den Händlern, wo denen der Schuh drückt. So weiß die Bank dann zum Beispiel, dass die Händler ihren Kunden gern Finanzierungen mit längeren Laufzeiten anbieten wollen, anstatt solcher, die der Hersteller im Zusammenhang mit Aktionen für bestimmte Modelle nur für zwei Jahre anbietet. „Solche Nischen suchen wir permanent“, so Tschernisch. Der Banker betont, dass es keinesfalls darum gehe, der „billige Jakob“ zu sein. Vielmehr müsse der gesamte Angebots- und Betreuungsstrauß stimmen. Dazu gehört auch die Erreichbarkeit: Von 8 bis 20 Uhr können die Händler die Creditplus erreichen. Die mittelständische Struktur der Bank ist auch bezüglich der Kundenkontakte vorteilhaft: „Viele Händler kennen uns persönlich. Das ist ein Privileg“, bekennt Direktor Klaus Tragesser stolz.
Seit zwei Jahren gibt es eine bankeigene Akademie zur Qualifizierung der Händler. Hier werden keine Produkte oder Programme vorgestellt, sondern kaufmännische Themen behandelt. Ziel der Bank ist es, Händler bei der erfolgreichen Führung ihrer Unternehmen zu unterstützen. Der Start der neuen Einrichtung verlief zäh. Nachdem die Händler gesehen haben, dass die Bank ihnen wirklich helfen will, wird die Akademie gut besucht.
Neues Finanzierungsmodell gestartet
Seit April 2007 können die Händler von Automobilen, Motorrädern, Reisemobilen und Wohnwagen nun auch den Einkauf ihrer Fahrzeuge mit der Creditplus Bank abwickeln. Mit der Einkaufsfinanzierung richtet sich das Kreditinstitut sowohl an Ein- und Mehrmarkenhändler als auch an freie Händler. „15 Jahre lang war das Produkt Absatzfinanzierung ausreichend für uns. Aber wenn wir mit neuen Händlern ins Geschäft kommen wollen, müssen wir ein umfangreicheres Angebot haben. Und auch bei unseren bewährten Partnern steigen die Ansprüche“, begründet Tschernisch die Erweiterung des Portfolios. Außerdem sei für das strategische Vorhaben, irgendwann einmal Captive-Bank auch für das Automobil zu werden, das Angebot einer Einkaufsfinanzierung eine Grundvoraussetzung. Händler können damit neue Fahrzeuge sowie Vorführ- und Gebrauchtwagen finanzieren. Der Betrag wird noch am gleichen Tag ausbezahlt. Der Händler hat dann fünf Tage Zeit, um der Bank die Fahrzeugpapiere zur Verfügung zu stellen. Jede Absatzfinanzierung führt zu einer Zinsrückerstattung für den Händler. Elvira Minack
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