Nachruf Josef „Sepp“ Schirak ist gestorben

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Er prägte jahrzehntelang den Kfz-Handel in Österreich und wirkte auch im Cecra-Verband mit: Josef Schirak starb im Alter von 87 Jahren.

Branchenvertreter Josef „Sepp“ Schirak aus Österreich ist im Juni im Alter von 87 Jahren gestorben.(Bild:  Michael Hetzmannseder)
Branchenvertreter Josef „Sepp“ Schirak aus Österreich ist im Juni im Alter von 87 Jahren gestorben.
(Bild: Michael Hetzmannseder)

Er galt in Österreich als Urgestein im Autohandel. Am 28. Juni 2025 verstarb Josef „Sepp“ Schirak im Alter von 87 Jahren. Die Nachricht vom Tod des langjährigen Branchenvertreters kam für viele Weggefährten überraschend, auch wenn sich Schirak in den vergangenen Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Er galt in der österreichischen Automobil- und Maschinenhandelsbranche als prägende Persönlichkeit, die sich weit über die Landesgrenzen hinaus für seine Branche engagierte.

Josef Schirak, von Freunden und Kollegen meist schlicht „Sepp“ genannt, war über Jahrzehnte hinweg das, was man ein Urgestein nennt. Der Mehrmarkenhändler aus St. Pölten führte sein Unternehmen mit Umsicht und Leidenschaft, ehe er es in die Hände der nächsten Generation innerhalb der Familie legte. Auch nach der Übergabe blieb er dem Betrieb eng verbunden und zeigte bis zuletzt großes Interesse an allen Entwicklungen.

Schiraks Einfluss beschränkte sich nicht auf das eigene Unternehmen. Er engagierte sich über viele Jahre hinweg in der Wirtschaftskammer, sowohl für den Fahrzeug- als auch für den Maschinenhandel – in beiden Bereichen als Vorsteher. Von 1990 bis 1997 war er Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, anschließend bis 2007 Obmann-Stellvertreter. Darüber hinaus bekleidete er zahlreiche weitere Funktionen und setzte sich unermüdlich für die Belange der Branche ein.

Meilensteine des verbandspolitischen Wirkens

Zu den Meilensteinen seines verbandspolitischen Wirkens zählen insbesondere die Themen Kfz-Besteuerung und technische Vorschriften. Schirak war maßgeblich an der Ausgestaltung und Novellierung der Normverbrauchsabgabe beteiligt. In einer Zeit, als Umweltschutz noch wenig Beachtung fand, initiierte er eine freiwillige Vereinbarung zur Altautoverwertung – ein Vorstoß, der seiner Zeit voraus war.

Weitere prägende Initiativen waren die Dieselresolution, der virtuelle Fahrzeugvertrieb und Stellungnahmen zu wettbewerbsrechtlichen Fragen, etwa im Rahmen des legendären Peugeot-Urteils, das europaweite Auswirkungen hatte.

Schirak genoss großes Vertrauen in der europäischen Autohandelsszene und brachte seine Expertise unter anderem bei der Harmonisierung von EU-Händlerverträgen sowie in der Diskussion um Gruppenfreistellungsverordnungen ein. Auch im europäischen Händlerverband Cecra war er ein geschätztes Mitglied. Für sein langjähriges Engagement wurde Josef Schirak vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

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