»kfz-betrieb« Auto-Check: Infiniti Q30

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Der Innenraum des gut ausgestatteten Testwagens war nicht nur sehr schick, er war für alle Passagiere auch sehr komfortabel. Sämtliche Gepäckstücke ließen sich zudem gut im 430 Liter großen Kofferraum unterbringen. Bei Bedarf hätte man den Laderaum noch vergrößern können, indem man die Rücksitze umklappt, die im Verhältnis 60 zu 40 geteilt sind.

Im Innenraum waren kaum Fahrzeug- und Fahrgeräusche zu hören. Ruhig gestellt wird der 2,2-Liter-Diesel durch ein sogenanntes Active-Noise-Cancellation-System. Dieses emittiert laut Herstellerangaben über vier Türlautsprecher die Schallwellen und wirkt so den vom Motor ausgehenden Geräuschen in jedem Fahrzustand entgegen. Wir wollen uns an dieser Stelle nicht weiter in technische Details vertiefen, bestätigen aber, dass unser Testwagen in der Tat ausgesprochen ruhig unterwegs war. Den Motor hat man lediglich beim Start als Diesel wahrgenommen.

Ausgesprochen angenehm arbeitetet im Zusammenspiel mit dem Fahrwerk auch die elektronische Servolenkung. Das liegt unter anderem daran, dass Infiniti für die schwereren Motoren (2,0-Liter-Benziner und 2,2-Liter-Diesel) eine eigene Fahrwerksabstimmung entwickelt hat.

Leistungsstarker Motor, zupackende Bremsanlage

Apropos Motor: Der 2,2-Liter-Diesel bietet 350 Newtonmeter Drehmoment und beschleunigt die Allradvariante laut Herstellerangaben in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Drehmomentmaximum ist zwischen 1.400 und 3.400 min-1 verfügbar. In der Allradversion gibt der Hersteller für diesen Motor einen kombinierten Verbrauch von 4,9 Litern auf 100 Kilometern und 129 Gramm CO2 pro Kilometer an. Diesen Idealverbrauchswert haben wir bei unseren Testfahrten jedoch zu keinem Zeitpunkt erreicht, dafür können wir jedoch die Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h bestätigen. Eine Brembo-Bremsanlage sorgt dafür, dass der Wagen bei Bedarf rasch an Tempo verliert.

Fazit: Mit dem Q30 hat Infiniti eine rundum gelungene Alternative im Premium-Kompaktsegment im Angebot. Dass der Hersteller davon mehr als überzeugt ist, zeigt sich am Einstiegspreis. Dieser liegt derzeit bei 24.200 Euro – das Auto ist damit alles andere als ein Schnäppchen. Zum Vergleich: Für die A-Klasse von Mercedes-Benz werden laut aktueller Preisliste mindestens 23.746 Euro fällig. BMW verlangt für den fünftürigen Einstiegs-Einser 24.000 Euro und Audi genehmigt sich für den A3 mit fünf Türen (Sportback) 25.900 Euro.

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Das größte Manko für den Q30 in seinem Wettbewerbsumfeld ist die geringe Anzahl an Infiniti-Händlern. Das Management arbeitet mit Hochdruck daran, diese Situation zu verbessern. So eröffnete im Februar das Autohaus Möhler einen Infiniti-Standort in Bremen, in Stuttgart übernimmt das Autohaus von der Weppen künftig den Vertrieb und den Service. Zudem dürfen im Infiniti-Netz jetzt auch reine Servicepartner aktiv werden. In Friedrichshafen, Osnabrück, Bühl, Heidelberg und Wolfenbüttel sind die ersten fünf neuen Servicepartner ans Netz gegangen.

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