Auslandsaufenthalt Kfz-Betriebe und Berufsschulen für Frankreich-Austausch gesucht

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die deutsch-französische Agentur Pro Tandem sucht in Deutschland Kfz-Betriebe und Berufsschulen für einen Austausch für Auszubildende aus dem Kfz-Bereich.

Die Agentur Pro Tandem bietet Azubis die Möglichkeit zu einem Frankreich-Austausch.(Bild:  Berufskolleg Werther Brücke, Johannes Ulke)
Die Agentur Pro Tandem bietet Azubis die Möglichkeit zu einem Frankreich-Austausch.
(Bild: Berufskolleg Werther Brücke, Johannes Ulke)

Berufserfahrung in Frankreich sammeln, andere Arbeitsweisen kennenlernen, sich mit französischen Jugendlichen aus derselben Berufsgruppe austauschen, ihre Kultur erleben und ihre Sprache lernen – für Auszubildende aus dem Kfz-Bereich und anderen Branchen ist das eine enorm wertvolle und spannende Erfahrung.

Das möchte die deutsch-französische Agentur Pro Tandem ermöglichen. Sie organisiert und fördert den beruflichen Austausch von jungen Menschen und Erwachsenen in beruflicher Aus- und Weiterbildung und vernetzt deutsche Berufsschulen und Unternehmen mit passenden Partnereinrichtungen in Frankreich.

Finanzielle Unterstützung durch den Bund

Die Jugendlichen werden vor dem Auslandsaufenthalt sprachlich vorbereitet, während des Austausches stehen ihnen Sprachbegleiter zur Verfügung. So können an einem Pro-Tandem-Programm auch Auszubildende ohne Französischkenntnisse teilnehmen. Die Finanzierung der Austausche wird auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und auf französischer Seite von den Ministerien für Bildung und Arbeit sichergestellt.

Wegen großer Nachfrage auf französischer Seite sucht Pro Tandem aktuell interessierte deutsche Berufsschulen und neue Partnerbetriebe aus dem Kfz-Bereich und anderen Branchen, die ihren Azubis diese Erfahrung ermöglichen wollen.

Vorteile für Jugendliche, Betriebe und Berufsschulen

Ein Frankreich-Austausch über Pro Tandem biete auch den teilnehmenden Partnerunternehmen und Berufsschulen Vorteile, sagt die Agentur: Die Auszubildenden seien nach dem Austausch reifer, selbstbewusster und fachlich kompetenter, da sie andere Arbeitsmethoden kennenlernten.

Der gelernte Kfz-Meister Johannes Ulke betreut als Abteilungsleiter der Zweigstelle Kfz-Mechatronik am Wuppertaler Berufskolleg Werther Brücke die Frankreich-Austausche im Bereich Kfz-Mechatronik und hat bereits Erfahrung. Er erklärt, welche Unterschiede seine Azubis zwischen der deutschen und der französischen Arbeitsweise festgestellt haben: „Das fängt mit Kleinigkeiten bei den eingesetzten Werkzeugen an. In Deutschland wird beim Reifenwechsel zum Beispiel prinzipiell ein Drehmomentschlüssel genutzt, der klickt, wenn eine Schraube genau richtig festgezogen ist. In Frankreich wird dieser Schlüssel dagegen meist nicht benutzt, sondern die Schrauben werden einfach nach Gefühl festgedreht.“

So machten die Kfz-Azubis die Erfahrung, dass dasselbe Ergebnis auf unterschiedliche Art und Weise erreicht werden kann. Sie lernten, über den eigenen Tellerrand zu blicken, ihre bisherigen Arbeitsweisen zu hinterfragen und neue Methoden auszuprobieren. Und das, findet Ulke, mache sie für ihren Ausbildungsbetrieb zu Hause zu noch wertvolleren Arbeitskräften.

Zusatzqualifikationen im Rahmen des Frankreich-Austauschs

In Nordrhein-Westfalen wurden die deutsch-französischen Azubi-Austausche weiter aufgewertet: Dank einer gemeinsamen Initiative des NRW-Ministeriums für Schule und Bildung mit den EU-Geschäftsstellen des Landes sowie außerschulischen und schulischen Partnern aus Deutschland und Frankreich wurde hier die Deutsch-Französische Zusatzqualifizierung DFZQ PRO ins Leben gerufen.

Bei der DFZQ PRO absolvieren die teilnehmenden Azubis über digitale und analoge Formate binationale berufsbezogene Lernsituationen, um die Zusatzqualifikation „Internationale berufliche Mobilität“ zu erwerben. Voraussetzung ist außerdem die Teilnahme an einem beruflichen Aufenthalt in Frankreich in Form eines Praktikums, genau wie es die Pro-Tandem-Austausche ermöglichen.

Interessierte können sich per Mail oder telefonisch unter 0681 501-1180 an Pro Tandem wenden und sich kostenlos beraten lassen.

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