Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg Michael Ziegler fordert erneute Förderung von E-Autos

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg übt scharfe Kritik am politischen Kurs der Bundesregierung und der EU. Die Unzufriedenheit im Land wachse und sei gefährlich. Auch der Unmut in der Branche sei groß, weil dringend erforderliche Unterstützung durch die Politik fehle.

Der Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes, Michael Ziegler, fordert von der Politik die Untertützung der Kfz-Betriebe, beispielsweise durch Rücknahme vieler Bürokratieauflagen. (Bild:  Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)
Der Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes, Michael Ziegler, fordert von der Politik die Untertützung der Kfz-Betriebe, beispielsweise durch Rücknahme vieler Bürokratieauflagen.
(Bild: Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)

Viele Unternehmen, auch aus dem Kfz- und Tankstellengewerbe, sind mit den aktuellen politischen Entscheidungen der Bundesregierung und der EU sehr unzufrieden, sagt Michael Ziegler, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes. Deshalb startet der Verband eine Kommunikationsoffensive.

Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, der ausufernden Bürokratie und der Herausforderungen durch die Transformation brauche es pragmatische und schnelle Lösungen. In einer Briefaktion fordert deshalb das baden-württembergische Kfz-Gewerbe seine Bundestagsabgeordneten und Funktionsträger in der Bundesregierung zum Dialog auf. Ziegler: „Wir laden die Abgeordneten flächendeckend in Autohäuser und Kfz-Werkstätten ein, um zu zeigen, wo der Schuh drückt und um Lösungen zu erarbeiten.“

Kommunikationsoffensive soll Dialog fördern

Die Initiative des Landesverbands bezeichnet Ziegler als flankierende Maßnahme: „Der Dialog muss natürlich vor allem auf der Bundesebene stattfinden. Aber wir wollen ergänzend mit den Abgeordneten vor Ort ins Gespräch kommen.“ Klimaschutz, die Transformation der Autobranche sowie das Thema E-Auto-Förderung nannte der Präsident als die dringenden Probleme, die gelöst werden müssten. Außerdem den Abbau der Bürokratieauflagen und die Sicherung der individuellen Mobilität. „Wer den Leuten, und sei es durch die Hintertür, ihre Autos wegnimmt, dem werden sie mit geharnischten Protesten die Tür einrennen“, warnte Ziegler.

Die Verengung der Klimaschutzfrage auf E-Mobilität und der entsprechende Druck der Politik auf die Hersteller hätten zu strategischen Fehlentscheidungen geführt und schwächten die Wirtschaftskraft des Landes. Die Stimmung im Kfz-Gewerbe und bei den Autokunden sei nicht gut. „Die Betriebe sehen sich angesichts der konjunkturellen Schwächephase und der Herausforderungen der Transformation mit großen wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert und halten die politischen Rahmenbedingungen für völlig unzureichend.“

Ziegler fordert, Autos nicht länger zu verteufeln

Die Politik auf Bundesebene müsse Wege finden, den Übergang zum E-Antrieb volkswirtschaftlich verträglich zu gestalten und ihn gemeinsam mit der Autobranche umzusetzen. Ohne weitere absatzstützende Maßnahmen werde sich das E-Auto nicht zügig durchsetzen können, weil es ohne Förderung derzeit für viele Menschen schlichtweg noch zu teuer sei. Die Politik gegen das Auto muss ein Ende haben. Ziegler: „Das Auto muss immer ein Teil der Lösung aller Überlegungen zum Klimaschutz sein, weil die Menschen auf individuelle Mobilität angewiesen sind und diese in der ganz überwiegenden Mehrheit auch wollen.“

Hersteller, Kfz-Betriebe und Kfz-Nutzende brauchten deshalb ein Konzept, das bestimmte Punkte erfüllt, um Klimaschutz und Transformation zu vereinen. Dazu zählt Ziegler, die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter und den technischen Wandel der Antriebe zu unterstützen, eine andere Besteuerung von alternativen und CO2-neutralen Kraftstoffen sowie die Förderung beim Kauf von E-Autos.

(ID:49880140)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung