Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg Kfz-Gewerbe drohen Lohnforderungen in Höhe von 8,5 Prozent

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Auf das Kfz-Gewerbe kommen möglicherweise ordentliche Lohnerhöhungen zu. 8,5 Prozent mehr Lohn soll der Vorstand der IG Metall in der kommenden Tarifrunde fordern. Das zumindest empfiehlt die IG Metall Baden-Württemberg.

Wenn es nach der Empfehlung der IG Metall Baden-Württemberg geht, wird der Vorstand der Gewerkschaft in der anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten des Kfz-Handwerks diesmal 8,5 Prozent mehr Lohn fordern.  (Bild:  IG Metall)
Wenn es nach der Empfehlung der IG Metall Baden-Württemberg geht, wird der Vorstand der Gewerkschaft in der anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten des Kfz-Handwerks diesmal 8,5 Prozent mehr Lohn fordern.
(Bild: IG Metall)

Die IG Metall Baden-Württemberg bereitet sich auf die Anfang März startenden Tarifverhandlungen für das Kfz-Handwerk vor und empfiehlt dem IG-Metall-Vorstand, für die rund 55.000 Beschäftigten 8,5 Prozent mehr Geld zu fordern. Außerdem soll es eine Inflationsausgleichsprämie geben und eine Übernahmegarantie für Auszubildende.

Das hat die zuständige Tarifkommission am 8. Februar in Gerlingen beschlossen. Ivan Curkovic, zuständiger Bezirkssekretär der IG Metall Baden-Württemberg, sagte: „Die wirtschaftliche Situation im Kfz-Handwerk ist gut, insbesondere die Auslastung der Werkstätten, und daran sollen die Kolleginnen und Kollegen teilhaben. Deswegen kämpfen wir für eine ordentliche Entgelterhöhung, denn gute Arbeit muss ordentlich entlohnt werden.“

Grundlage der Forderung bilde eine Befragung unter 3.800 Beschäftigten aus 48 Kfz-Betrieben in Baden-Württemberg. Laut dieser spürten 89 Prozent die Preissteigerungen für die Lebenshaltungskosten deutlich, 84 Prozent stellten eine zunehmende Arbeitsbelastung fest, und 74 Prozent haben erklärt, dass ihrem Betrieb Fachkräfte fehlten.

Das Ergebnis zeige, dass der demografische Wandel im Kfz-Handwerk ankomme, so die IG Metall. Darauf müsse reagiert werden. „Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, weil der Nachwuchs fehlt. Um für die junge Generation attraktiv zu sein, muss das Kfz-Handwerk faire und sichere Jobs anbieten. Dazu gehört auch eine Übernahmegarantie nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung“, so Curkovic.

Zuletzt wurden die Entgelte im Kfz-Handwerk zum 1. Februar 2022 um 2,2 Prozent erhöht. Diesmal soll nach Wunsch der Baden-Württemberger IG Metall die Erhöhung deutlich höher ausfallen – entsprechend dem diesjährigen Motto der IG Metall „Kfz-Tarifrunde 2023 – einen Gang hochschalten!“. Die Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg beginnen am 1. März. Der aktuelle Tarifvertrag läuft bis zum 31. März; ab dem 1. April sind Warnstreiks in den Betrieben möglich.

Ob der Vorstand der IG Metall den Empfehlungen der Baden-Württemberger folgt, entscheidet er am 21. Februar. Die Höhe der Empfehlung dürfte aber richtungsweisend sein.

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