Kritik an DUH Kfz-Gewerbe gegen höhere Parkgebühren

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Auf die jüngsten Forderung der DUH, die Parkgebühren in den Städten deutlich zu erhöhen, reagiert das Kfz-Gewerbe mit heftiger Kritik. Solche Maßnahmen trieben nur die Kosten für Autofahrer in die Höhe.

Würde es nach der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gehen, müssten die Parkgebühren für Autos in den Städten deutlich teurer werden.  (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Würde es nach der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gehen, müssten die Parkgebühren für Autos in den Städten deutlich teurer werden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sowie das Kraftfahrzeuggewerbe Baden-Württemberg haben sich deutlich gegen die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nach höheren Parkgebühren in deutschen Städten ausgesprochen. Beide Verbände kritisieren, dass solche Maßnahmen vor allem Menschen im ländlichen Raum, Pendlerinnen und Pendler sowie Familien belasten würden, die auf das Auto angewiesen seien. Sie betonen, dass Autofahrer bereits heute erhebliche finanzielle Beiträge zur Straßeninfrastruktur leisteten, etwa durch Kfz-Steuern, Kraftstoffabgaben und andere Kosten, und warnen vor einer weiteren Belastung, die soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Nachteile verstärken könnte.

„Schon jetzt sind die Kosten für Autofahrerinnen und Autofahrer im Straßenverkehr absolut immens. Diese Belastungen noch weiter erhöhen zu wollen ist vollkommen inakzeptabel“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig. Nach Ansicht des ZDK träfen diese Maßnahmen die Falschen.

Hinzu kommt: Die jährlichen Kosten für Fahrzeugnutzer im Straßenverkehr belaufen sich nach ZDK-Schätzungen bereits heute auf rund 80 Mrd. Euro durch Einnahmen aus Lkw-Maut, CO2-Bepreisung, Energiesteuer auf Kraftstoffe sowie Kfz- und Dienstwagensteuer.

Beuß: DUH ignoriert die Lebenswirklichkeit

So sieht es auch Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer vom Landesverband Baden-Württemberg: „Mit den geforderten höheren Parkgebühren sollen Autofahrer ihre eigene Abschaffung finanzieren. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch wirtschaftlich kontraproduktiv.“ Mobilität ohne Auto sei für viele Menschen im ländlichen Raum nicht möglich. Beuß: „Die DUH ignoriert die Lebenswirklichkeit von Millionen Bürgern und Pendlern, die täglich auf ihr Fahrzeug angewiesen sind.“

Der ZDK fordert stattdessen eine gerechtere Verwendung der bestehenden Einnahmen, etwa durch Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und umweltfreundliche Mobilitätslösungen. Die Mobilitätswende könne nur gelingen, wenn alle Bevölkerungsgruppen mitgenommen würden, betont auch das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg.

Auf politischer Ebene stößt die Idee ebenfalls auf Widerstand: Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert, die Pläne der DUH zu stoppen, da höhere Parkgebühren insbesondere Familien, Berufspendler und Menschen im ländlichen Raum belasten würden.

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