Zu viele Autohändler nutzen nicht ihre Möglichkeiten, die ihnen das Portal Mobile.de bietet. Eine neue Kooperation des ZDK soll das ändern und Händlern Vorteile verschaffen. Aber preislich günstiger wird es nicht.
Vereinbarten eine Zusammenarbeit (v.l.): Ajay Bhatia, CEO von mobile.de und ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.
(Bild: Jule Halsinger)
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und die Verkaufsplattform Mobile.de haben eine strategische Partnerschaft für mindestens ein Jahr vereinbart. Die Kooperation soll Kfz-Betriebe durch Marktanalysen, Qualifizierungsformate und Branchenwissen unterstützen.
Die Zusammenarbeit umfasst Marktanalysen zu Themen wie Konsumentenverhalten, Gebrauchtwagenmarkt bei Elektrofahrzeugen und digitalen Vertriebskanälen. Ergänzt wird dies durch regelmäßigen Strategieaustausch der Führungsebenen sowie Webinare und Workshops für ZDK-Mitglieder, vor allem zu KI-Anwendungen und Plattformfunktionen in Autohäusern.
Händler ärgerten sich über gestiegene Preise
Auslöser der Gespräche war der Ärger der Händler über erneute Preiserhöhungen bei Mobile.de. Erst vor zwei Jahren gab es eine ähnliche Anpassung. In dem Austausch zwischen ZDK und Mobile.de über die Unzufriedenheit entwickelte sich der gemeinsame Wunsch nach einer Kooperation.
Denn auch wenn die Preiserhöhung nicht zurückgenommen wird, sollen Händler und ZDK-Mitglieder davon profitieren. „In den Gesprächen zeigte sich beispielsweise, dass viele Kunden von Mobile.de nicht alle zur Verfügung stehenden Tools für sich nutzen“, erläutert Marcus Weller, E-Mobilitätsexperte beim ZDK. Beispiele sind KI-gestützte Anzeigenbeschreibungen, automatische Abfrage von Batteriezertifikaten bei E-Fahrzeugen und Optimierungsvorschläge für Anzeigen.
Daher plant der ZDK, seinen Mitgliedern diese Tools und Möglichkeiten zur Leadsteigerung vorzustellen. Zudem erhält der ZDK wertvolle Informationen zu den von Mobile.de generierten Daten, unter anderem über die Länge der Einstellzeiten von Anzeigen, die Aufschluss über die Nachfrage bestimmter Modelle geben, inklusive denen zu chinesischen Marken sowie den Preisentwicklungen. Besonders vielversprechend seien die Daten für den Handel mit gebrauchten Elektrofahrzeugen. Weller: „E-Fahrzeuge, die mit Batteriezertifikat angeboten werden, werden beispielsweise mit höheren Preisen eingestellt.“
Zugang zu differenzierten Marktdaten
Mobile.de kennt zwar den jeweils inserierten Fahrzeugpreis, nicht jedoch den tatsächlichen Verkaufs- bzw. Transaktionspreis. Gleichwohl lassen sich belastbare Zusammenhänge zwischen dem inserierten Preis und der Dauer der Anzeigenschaltung herstellen, so Weller.
Wenn der inserierte Preis eines E-Fahrzeugs mit Batteriezertifikat über dem eines vergleichbaren Fahrzeugs ohne Zertifikat liegt und zugleich seine Inseratsdauer kürzer ist, lasse dies Rückschlüsse zu. „Eine Erkenntnis könnte sein, dass Kunden für E-Autos mit Batteriezertifikaten bereit sind, mehr zu zahlen als für gleiche Modelle ohne Zertifikate“, so Weller. Auch die Daten über die Einstellzeiten bieten Erkenntnisse dazu, wie lang die Standzeiten auf den Höfen der Händler sind.
Weller ist davon überzeugt, dass die ZDK-Mitglieder von der Kooperation profitieren werden – durch eine bessere Nutzung der Mobile.de-Tools zur effizienten Anzeigenschaltung sowie durch wertvolle Marktinformationen, insbesondere zum Gebrauchtwagenmarkt und zu Elektrofahrzeugen.
ZDK-Präsident Thomas Peckruhn wertet die Kooperation als ergänzendes Instrument für den ZDK: „Die Partnerschaft eröffnet uns einen kontinuierlichen strategischen Austausch auf Leitungsebene zu Markttrends sowie zu zentralen Fragen des Kfz-Handels. Ebenso wertvoll ist der Zugang zu aktuellen und differenzierten Marktdaten, die unseren Mitgliedsbetrieben fundierte Einblicke in die Entwicklungen des Gebrauchtwagenmarkts geben – insbesondere mit Blick auf E-Mobilität und neue Marken. Insgesamt ermöglicht uns der Zugang zu aktuellen Marktdaten und digitaler Expertise Mehrwerte im Handel für das strategische Geschäftsfeld Gebrauchtwagen.“
Auch Mobile.de bewertet die Kooperation positiv: „Mit dem ZDK gewinnen wir einen Partner, der die Interessen und Bedürfnisse des deutschen Kfz-Handels genau kennt. Gemeinsam schaffen wir echte Mehrwerte für Tausende von Betrieben – durch fundiertes Marktwissen, praxisnahe Weiterbildung und strategische Impulse für die gesamte Branche“, sagt Ajay Bhatia, CEO von Mobile.de.
Zwei Größen: Mobile.de und ZDK
Der ZDK vertritt rund 39.000 Autohäuser und Werkstätten in Deutschland. Mobile.de betreibt Deutschlands größten Fahrzeugmarkt mit über 1,6 Millionen inserierten Pkw, Nutzfahrzeugen, Motorrädern und E-Bikes sowie 140 Millionen monatlichen Besuchen. Neben Handel bietet die Plattform Finanzierungs- und Leasinglösungen. Das 1996 gegründete Unternehmen gehört zu Adevinta.
Stand: 08.12.2025
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