HU-Mängel Kfz-Handwerk appelliert an Verbraucher

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Das Kfz-Handwerk weist Autofahrer auf die Risiken hin, wenn sie ihr Fahrzeug nicht von Fachbetrieben reparieren lassen. Der aktuelle TÜV-Report zeigt vermehrte Fahrzeugmängel durch nicht fachgerechte Reparaturen.

Vor allem Mängel an Bremsen, bedingt durch nicht fachgerechte Reparaturen, tauchen im den HU-Mängelberichten immer öfter auf. (Bild:  ProMotor)
Vor allem Mängel an Bremsen, bedingt durch nicht fachgerechte Reparaturen, tauchen im den HU-Mängelberichten immer öfter auf.
(Bild: ProMotor)

Mängel bei der Beleuchtung, an der Bremsanlage und am Fahrwerk sind die häufigsten Gründe für Durchfälle bei der Hauptuntersuchung (HU). Wie berichtet, hat der TÜV-Verband hat 9,5 Millionen Prüfungen ausgewertet und festgestellt, dass 21,5 Prozent der Fahrzeuge zunächst keine Plakette erhalten und zur Nachprüfung müssen. Nach Einschätzung von Detlef Peter Grün, Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks, ist diese Entwicklung wenig überraschend.

Grün vom Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks (BIV) sieht die Mängel im alternden Fahrzeugbestand begründet: „Im Durchschnitt sind Autos in Deutschland mittlerweile weit über zehn Jahre alt. Wenn Autos älter werden, nimmt auch die Mängelquote zu.“ Meisterbetriebe gewährleisteten handwerkliche Qualität und fundierte Expertise, Verbraucher wählten aber oft aus ihrer Sicht zunächst preislich günstigere Reparaturen. Grün warnt davor: „Wer sein Fahrzeug hingegen in Hinterhofgaragen reparieren lässt, fördert nicht nur häufig illegale Schwarzarbeit, sondern riskiert auch unsachgemäße Wartungen und Reparaturen.“ Regelmäßige Wartung in Meisterwerkstätten erhöhe die Verkehrssicherheit und spare HU-Nachprüfungen.

BIV und Kfz-Bayern fordern bessere Einordnung der Mängel

Der BIV und das Bayerische Kraftfahrzeuggewerbe empfehlen Verbrauchern daher konsequente Wartungen in Meisterbetrieben, um sicherheitsrelevante Mängel zu vermeiden. Verbandspräsident Günter Friedl vom Bayerischen Kfz-Gewerbe fordert eine differenzierte Einordnung der im TÜV-Bericht festgestellten Ergebnisse: „Mängel an sicherheitsrelevanten Bauteilen stellen ein erhebliches Risiko für alle Verkehrsteilnehmer dar.“

Die rund 7.000 bayerischen Innungsbetriebe würden beispielsweise Verschleiß früh und setzten auf qualifizierte Diagnosen. Friedl betont: „Verkehrssicherheit entsteht im Werkstattalltag durch regelmäßige Betreuung und fachgerechte Wartung.“ BIV und Kfz-Gewerbe Bayern appellieren daher gemeinsam an Fahrzeughalter, Wartungen und Reparaturen in qualifizierten Betrieben nicht zu verschieben, um die eigene Mobilität nicht zu gefährden.

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