Kfz-Mechatroniker noch zeitgemäß?

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Arbeiten an Hochvolt-Systemen

Über die Akademie des Deutschen Kfz-Gewerbes (TAK) hat der ZDK bereits zusätzliche Schulungsmaßnahmen etabliert, die das gefahrlose Arbeiten an Hybrid- und anderen Hochvolt (HV)-Systemen in Kraftfahrzeugen ermöglichen. Dafür hat der Verband in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft den zweitägigen Lehrgang „Fachkundiger für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen in Kfz-Servicewerkstätten“ entwickelt.

Hochvoltfahrzeugen sind Autos mit Hybridantrieb und reine Elektromobile. Sie haben ein elektrisches Bordnetz, in dem hohe Spannungen und Ströme fließen. Wer sich selbst als Widerstand in die Leitung hängt, kann sich ernsthaft verletzen. Deshalb darf an Fahrzeugen, in denen mehr als 25 Volt Wechselspannung oder mehr als 60 Volt Gleichspannung fließen, nur speziell geschultes Personal arbeiten.

Höchste Vorsicht bei hohen Spannungen

Selbst Arbeiten wie Öl- oder Rad-wechsel dürfen Werkstattmitarbeiter nur durchführen, wenn sie vorher von einem Fachkundigen für Hochvoltsysteme im Kraftfahrzeug unterwiesen worden sind und das Fahrzeug durch den Fachkundigen spannungsfrei geschaltet worden ist. Diese Unterweisung soll sie für den Umgang mit Hochvoltsystemen sensibilisieren und aufzeigen, welche Gefahren drohen, wenn man die Vorschriften nicht einhält. Azubis dürfen nur zu Ausbildungszwecken und unter Aufsicht an spannungsfrei geschalteten Fahrzeugen arbeiten. Ansonsten gilt: Finger weg – besonders von allen orangen Hochvoltleitungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Ausbildung im Deutschen Kfz-Gewerbe ist auf die kommenden Veränderungen gut vorbereitet. Es liegt jedoch auch an jedem selbst, mit den sich ändernden Inhalten Schritt zu halten. Das Thema Elektrik/Elektronik sollte auf der Bildungsliste ganz oben stehen – unabhängig von der Elektromobilität.

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