Kfz-Nachwuchs beweist sein Können
Der hohe Leistungsstandard der Nachwuchskräfte des Kfz-Gewerbes beeindruckte die Jury des Bundesleistungswettbewerbs in Frankfurt am Main.
Die jungen Nachwuchskräfte des Deutschen Kfz-Gewerbes trafen sich zum diesjährigen Bundesleistungswettbewerb am 3. November in der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes in Frankfurt am Main. Neben den Kfz-Mechanikern und Kfz-Elektrikern nahmen zum ersten Mal Kfz-Mechatroniker an dem Wettbewerb teil. Alle "Wettkämpfer" mussten acht praktische Aufgaben lösen, bei denen es vor allen Dingen um die Kompetenz bei der Diagnose von Störungen an modernen Kraftfahrzeugen mit High-Tech-Ausstattung ging. Die besondere Herausforderung bestand darin, die Arbeiten an den verschiedensten Marken durchführen zu müssen.
Die Teilnehmer hatten sich über die Vorentscheidungen auf Kammer- und Landesebene qualifiziert. Die Jurymitglieder – alles erfahrene Werkstattpraktiker aus ganz Deutschland, waren von dem hohen Leistungsstandard der jungen Kfz-Elite voll überzeugt.
Bester Kfz-Mechaniker kommt aus Hessen
Erster Bundessieger im Kfz-Mechaniker-Handwerk wurde mit 678 Punkten Christian Hein aus Nidda (Hessen), ausgebildet bei Neils&Kraft. Auf Platz zwei und drei folgten mit 632 beziehungsweise 617 Punkten Matthias Julke (Thüringen) und André Strauß (Schleswig-Holstein). Die durchschnittllich erreichte Punktezahl betrug 544. Bester Kfz-Elektriker wurde mit 692 Punkten Roman Bäck aus Eschenlohe (Bayern). Daniel Hinz (Thüringen) belegte mit 637 Punkten Platz zwei, dritter wurde mit 609 Punkten Robert Metzeroth aus Sachsen. 593 Punkte war der Durchschnitt bei den Kfz-Elektrikern.
Auf der würdigen Siegerehrung und Abschlussfeier, zu der die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth eingeladen hatte, stellte ZDK-Vorstandsmitglied Jürgen Karpinski fest: "Die hervorragende Berufsbildung im Deutschen Kfz-Gewerbe trägt nun ihre Früchte und ist der Grundstein für künftige Herausforderungen auf Grund einer immer komplexer werdenden Kfz-Technik."
Erstmal Kfz-Mechatroniker vor der Jury
Im Rahmen eines "Castings" stellten sich den Prüfern auch eine Reihe von Kfz-Mechatronikern, die ihre Ausbildung noch nicht beendet haben. Unter ihnen schnitt Thomas Holzmann aus Bayern mit 661 Punkten hervorragend ab. Hintergrund ist die Tatsache, dass in letzter Zeit vermehrt erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer aufgrund ihres Alters nicht mehr beim anschließenden Internationalen Wettbewerb teilnehmen durften.
Die besten Teilnehmer werden vom ZDK einem nochmaligen Test unterzogen, um den herausragenden Kfz-Techniker zu ermitteln, der die deutschen Farben beim Internationalen Berufswettbewerb im November 2007 in Shizouka (Japan) vertreten wird.