Kindersitze im Test: Nur einer erhält Bestnote
Hoher Schadstoffgehalt und mieser Schutz: Gleich fünf von 28 getesteten Kindersitzen für das Auto sind in einer Untersuchung des ADAC durchgefallen.
Der Preis ist kein sicheres Indiz für Qualität. In einem Test des ADAC zur Sicherheit von Kinderautositzen ist ausgerechnet der Verlierer Casualplay Fix QR (Preis: 450 Euro) der teuerste Kindersitz in seiner Altersklasse (Tabelle zum Download). Sowohl in der Version mit als auch ohne Fußstütze zeigte das Modell schlechte Ergebnisse in puncto Sicherheit. Als Quittung gaben die Fachleute die Note „mangelhaft“.
Ebenso negativ bewertet wurden der Graco Junio Maxi (60 Euro) und die Modelle Tott-XT von Phil&Teds (140 Euro) sowie Oki bfix von Brevi (160 Euro). Die beiden letztgenannten wiesen neben Sicherheitsmängeln auch noch einen erhöhten Gehalt des Giftstoffes Phthalat auf.
Testsieger wurde der Baby-Safe Plus II SHR mit Isofix von Römer. Der Sitz für Kinder bis 13 Kilogramm und anderthalb Jahre erzielte in allen Kategorien Bestwerte und erhielt als einziges Produkt die Gesamtnote „sehr gut“. Mit 320 Euro gehört er aber auch zu den Teuersten im Testfeld.
Weitere 15 Sitze erreichten die Note „gut“, darunter sowohl Babyschalen als auch Sitze für Kinder ab vier Jahren. Lediglich in der Klasse 0/I für Kinder bis 18 Kilogramm oder vier Jahre fanden sich keine vollständig überzeugenden Sitze – dort erreicht das beste Modell nur die Note „befriedigend“.
Beim Seitanaufpralltest überzeugt
Beim Frontalaufprall waren 13 Sitze „gut“ bis „sehr gut“, beim Seitenaufprall konnten sogar 19 Produkte mit „gut“ oder „sehr gut“ abschneiden. Wer sein Kind sicher transportieren möchte, sollte laut ADAC-Bericht beim Kindersitzkauf darauf achten, dass dieser über eine Rückenstütze verfügt. Ohne diese zusätzliche Stütze könne beispielsweise ein Seitenaufprall schwerwiegende Folgen haben. Denn ein Airbag allein kann das Kind nicht ausreichend schützen.
Um noch besser gute von schlechten Kindersitzen zu unterscheiden, haben die Tester in diesem Jahr neue Kriterien in das Testverfahren aufgenommen. Neben Sicherheit, Bedienung und Reinigung/Verarbeitung prüften sie auch die Punkte Ergonomie und Schadstoffe ab.
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