Vergleich Kleine Stromer, große Kosten

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

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Mit dem E-Auto Geld sparen? Das ist längst nicht mehr in jedem Fall möglich. Ein Wechsel auf den E-Antrieb kann sich finanziell aber weiterhin rechnen.

Ob E-Autos oder Verbrenner auf Dauer günstiger sind, hängt von der Fahrzeuggröße ab – und natürlich von der Entwicklung der Kraftstoff- bzw. Stromkosten.(Bild:  Aral AG)
Ob E-Autos oder Verbrenner auf Dauer günstiger sind, hängt von der Fahrzeuggröße ab – und natürlich von der Entwicklung der Kraftstoff- bzw. Stromkosten.
(Bild: Aral AG)

Dank hoher Förderung und niedriger Energiepreise galt das E-Auto in Deutschland lange als günstige Alternative zu Diesel und Benzinern. Eine neue Vollkostenanalyse des ADAC kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass E-Modelle mittlerweile höhere Gesamtkosten verursachen können. In einigen Fahrzeugklassen sind die Autofahrer mit Stromern aber weiterhin günstiger unterwegs als mit Verbrennern.

Keine Chancen auf Kostenvorteile für E-Modelle sieht der ADAC aktuell im Kleinwagensegment. Grund sind vor allem die ungleich höheren Anschaffungspreise für Elektrofahrzeuge gegenüber Schwestermodellen mit Verbrennermotor. Im Fall des Opel Corsa sind es 36.395 versus 18.280 Euro. Der Fiat 500e startet bei 30.990 Euro, während die Alternative mit Benziner für 16.990 Euro zu haben ist.

Im Kleinwagensegment haben die Verbrennermodelle hinsichtlich der Kosten eigentlich immer die Nase vorne.(Bild:  ADAC)
Im Kleinwagensegment haben die Verbrennermodelle hinsichtlich der Kosten eigentlich immer die Nase vorne.
(Bild: ADAC)

Selbst bei hohen Spritpreisen (2 Euro/Liter Diesel) verursacht ein E-Kleinwagen deshalb höhere Gesamtkosten. Hinzu kommt der größere Wertverlust, den selbst ein günstiger Strompreis (unter 40 ct/kWh) langfristig nicht kompensieren kann.

Bereits in der Kompaktklasse lassen sich mit einem Stromer durchaus Kostenvorteile erzielen, wie ein Vergleich von VW-Modellen zeigt. Rund 35.000 Euro kostet ein Golf 1.5 eTSI Life DSG (110 kW/150 PS) neu, während der Anschaffungspreis für das Elektro-Pendant ID.3 Pro (58 kWh/150 kW/208 PS) nach Abzug der Förderung von 6.750 Euro rund 33.000 Euro beträgt.

In der Mittelklasse bleibt das E-Auto in der Regel die günstigere Alternative. Ändern kann sich das, wenn die Strompreise nochmals deutlich anziehen.(Bild:  ADAC)
In der Mittelklasse bleibt das E-Auto in der Regel die günstigere Alternative. Ändern kann sich das, wenn die Strompreise nochmals deutlich anziehen.
(Bild: ADAC)

Dank der um 2.000 Euro niedrigeren Anschaffungskosten kommt der ID.3 in der Vollkostenrechnung des ADAC auf 56,0 Cent pro Kilometer, der Benziner hingegen auf 59,2 Cent. Die Rechnung könnte allerdings auch anders gehen: Gibt es 10 Prozent Preisnachlass auf den Golf, ist dieser bei 15.000 Kilometer Jahreslaufleistung wiederum etwas günstiger.

Besonders hohe Chancen auf niedrigere Gesamtkosten bieten E-Autos der Mittelklasse (z.B. Tesla Model 3, Toyota bZ4X). Nach Berechnungen des Automobilclubs kommt das durchschnittliche E-Mobil hier selbst bei einem Strompreis bis 80 ct/kWh und einem Benzinpreis von 1,50 Euro/Liter immer noch günstiger.

Autos der Oberen Mittelklasse sind mit E-Antrieb in der Regel güstiger, sofern die Stromtarife nicht explodieren.(Bild:  ADAC)
Autos der Oberen Mittelklasse sind mit E-Antrieb in der Regel güstiger, sofern die Stromtarife nicht explodieren.
(Bild: ADAC)

In der Oberen Mittelklasse (z.B. Mercedes EQE, Tesla Model S) jedoch schlägt ein E-Auto einen entsprechenden Benziner nur noch, wenn der Strompreis unter 70 ct/kWh und der Benzinpreis bei 1,50 Euro liegt. Im Vergleich mit einem Diesel aber besteht ein durchschnittlicher Stromer laut ADAC in dieser Klasse nie.

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