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Die Batterien lassen sich über den Anschluss an der rechten Fahrzeugseite an einem regulären Haushalts-Elektroanschluss, aber auch an öffentlichen Ladestationen aufladen. Über einen dreiphasigen 200 V/50 kW-Drehstromanschluss auf der linken Fahrzeugseite dauert es an einer Schnellladestation nur 30 Minuten, um die Speicher auf 80 Prozent der Maximalkapazität zu füllen.
In der „well-to-wheel“ CO2-Emissionsrechnung schneidet der i-Miev im Vergleich zur Benzinvariante sehr günstig ab. Seine CO2-Emission fällt ausschließlich bei der Stromproduktion an und beträgt laut Mitsubishi rund 41 Gramm pro Kilometer. Der Benziner dagegen stößt im Fahrbetrieb 125 Gramm aus, zu denen sich noch 20 Gramm aus der Erdölförderung und -verarbeitung addieren.
Sinnvoll nur mit Ökostrom
Die CO2-Vergleichszahlen für E-Autos sind allerdings abhängig vom Kraftstoffpark, der den Strom herstellt. Bei der Vorstellung des Mitsubishi i-Miev beim Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme wurde deutlich, dass rein elektrische Fahrzeugkonzepte nur dann einen wirklichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz leisten können, wenn der Strom aus regenerativen Quellen stammt und nicht etwa aus Kohlekraftwerken.
Für Mitsubishi Motors stellt die jetzt gestartete Serienproduktion des i-Miev einen Meilenstein auf dem Weg in die automobile Zukunft dar. Seit 40 Jahren erforscht und entwickelt der japanische Hersteller Elektrofahrzeuge. Mit dem i-Miev verfügt er nun über einen vollwertigen und alltagstauglichen elektrisch betriebenen Pkw.
Mitsubishi will seine Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Stellen sowohl in Japan als auch Übersee fortsetzen, um die nötige Infrastruktur für Elektrofahrzeuge zu schaffen. Rund 1.400 Einheiten des i-Miev will das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2010 verkaufen. Vor dem Hintergrund der E-Auto-Initiative der Bundesregierung, die ab 2012 Fördermittel für die ersten 100.000 Käufer in Aussicht stellt, ist Mitsubishi zuversichtlich, was den Absatz des Autos in Deutschland betrifft. Bis 2013 wollen die Japaner 30.000 Einheiten des Elektromobils pro Jahr produzieren.
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