Klimaanlagenlecks mit Gasspürgerät finden

Redakteur: Markus Lauer

Die neue EU-Klimaschutzverordnung verpflichtet die Werkstätten seit 2008 gesetzlich dazu, erst die Undichtigkeit im System zu beseitigen, bevor dieses wieder mit Kältemittel befüllt werden darf.

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Mit dem neuen Gasspürgerät von Herth+Buss Elparts können Kfz-Werkstätten eine Defektsuche an Pkw-Klimaanlagen durchführen. Die neue EU-Klimaschutzverordnung verpflichtet die Werkstätten seit 2008 gesetzlich dazu, erst die Undichtigkeit im System zu beseitigen, bevor dieses wieder mit Kältemittel befüllt werden darf. Das bedeutet, dass Kältemittel nicht mehr zur Leckortung verwendet werden darf.

Eine Alternative ist die Leckageortung mittels Formiergas, das zu 95 Prozent aus Stickstoff und zu fünf Prozent aus Wasserstoff besteht. Diese Methode hat den Vorteil, dass Wasserstoff als kleinstes Atom selbst durch kleinste Leckagen in höheren Konzentrationen dringt als das eigentliche Kältemittel R134a.

Die Funktionsweise des selektiven Gasspürgerätes ist laut Herth+Buss unter den mobilen Geräten in seiner Funktionsweise weltweit einzigartig. Die Klimaanlage wird mit dem nicht explosiven Prüfgas befüllt. Anschließend wird der Motor kurz gestartet und wieder abgestellt, so dass sich das nicht brennbare und gesundheitlich unbedenkliche Formiergas gleichmäßig im Kühlsystem der Klimaanlage verteilen kann. Nun kann die Lecksuche beginnen. Sollte eine undichte Stelle existieren, tritt dort der sehr flüchtige Wasserstoff aus. Das Gerät reagiert auf ein vorhandenes Leck mit einem akustischen und zwei optischen Signalen und zeigt auf einem Display die gemessene Menge Wasserstoff in ppm an.

Reaktion ausschließlich auf Wasserstoff

Das kompakte Gasspürgerät ist laut Hersteller mit zwei Gassensoren und einer Ansaugpumpe bestückt, die wie eine „künstliche Nase“ funktionieren und nur auf Wasserstoff reagieren. So wird die Anzeige von Kohlenwasserstoffen, die sich in Benzin- und Öldämpfen befinden, während der Lecksuche verhindert. Dies ist der wichtigste Unterschied gegenüber herkömmlichen Geräten, die auf das Kältemittel R134a reagieren. Da Wasserstoff aufgrund seiner chemischen Eigenschaften selbst durch kleinste Haarrisse diffundiert, können auch kleinste Lecks erkannt werden.

Nach Angaben von Herth+Buss sparen die Werkstätten mit diesem Verfahren viel Zeit, da die aufwändige Fehlersuche mit Kontrastmittel und Schwarzlicht entfällt.

Mit dem selektiven Gasspürgerät kann die Werkstatt auch die Funktionsfähigkeit des Wärmetauschers überprüfen. Tritt kein Wasserstoff aus, kann man auf die Demontage des Armaturenbrettes verzichten.

Außerdem ermöglicht das Gerät die Überprüfung aller geschlossenen Anlagen, in die das Formiergas eingebracht werden kann, wie beispielsweise Kühler, Druckluftbremsanlagen, Motorenentlüftungen und Run-Flat-Reifen. Das Gasspürgerät kostet 979 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

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