Konzentrierter Testablauf
Mit einer Prüfstraße können Kfz-Werkstätten die wichtigsten Fahrzeuguntersuchungen durchführen.
Die Prüfstraßenserie Eurosystem von Maha bietet für jede Werkstattanforderung die richtige Prüfeinrichtung: erhältlich als analog anzeigende Standardvariante mit Bremsen-, Stoßdämpfer-/Fahrwerks- und Radlauftester bis hin zur computerisierten Vollausführung mit erweiterten Prüfumfängen wie Tacho-, Schallpegel- und Abgasmesseinrichtung. Für eine eventuelle Erweiterung wichtig: Die Straßen sind jeweils in Modulbauweise konzipiert. Die Zentrale der Anlagen ist das Kommunikationspult. Es steuert die Datenverwaltung der angeschlossenen Prüfgeräte und externen Geräte. Außerdem organisiert es alle untereinander vernetzten Datenterminals und enthält eine Datenbank zur Fahrzeug- und Kundendatenarchivierung.
Das Unternehmen Nußbaum zeigt die Prüfstraßenreihe NTS 800 bis 815. Sie ist neben Pkw- auch als Motorradprüfeinrichtung einsetzbar und lässt sich je nach Bedarf der Werkstatt beliebig erweitern. So besitzt die Prüfstraße neben einem Bremsen- und Radlauftester einen Fahrwerkstester, der nach dem Eusama-Prinzip arbeitet und neben den Stoßdämpfern auch sämtliche Radaufhängungsteile überprüft.
Der Bremsenprüfstand erkennt automatisch alle Arten von Allradantrieben und schützt so vor Fahrzeugbeschädigungen und Fehlmessungen.
Auch für Allrad
Ein integrierter Geräuschsimulator erkennt Knack- und Quietschgeräusche im Fahrwerk und hilft, defekte Bauteile zu lokalisieren. Zudem kann man die 800er-Serie um einen Gelenkspieltester und eine Wiegeeinrichtung erweitern.
Das modulare Prüfstraßensystem Safelane-Pro II von Snap-on/Hofmann ist besonders darauf ausgelegt, zukünftige Veränderungen in der Werkstatteinrichtung berücksichtigen zu können. Dafür sorgt die weit verbreitete Microsoft-Standardsoftware, in die viele Leistungsmerkmale der Prüfgeräte integriert sind. Erhältlich sind die Straßen in einer Analog- und einer PC-Variante (mit separatem Steuerpult) jeweils in Zwei- und Vierradantriebsausführung.
Der Prüfablauf, bei dem sich die Bremsen, die Fahrwerksaufhängung und die Spur des Fahrzeugs prüfen lassen, kann manuell oder vollautomatisch durchgeführt werden. Mängel, die der Mechaniker oder Annahmemeister optisch festgestellt hat, kann er über eine Auswahlliste mit Speicherfunktion zusätzlich dokumentieren.
Die Videoline-Prüfstraßen des amerikanischen Unternehmens Snap-on sind trotz kompakter Abmessungen (Gesamtlänge nur 1,5 Meter) mit allen Funktionen für eine moderne Fahrzeugkontrolle ausgestattet. Erhältlich sind die Prüfstraßen in einer Analog- und einer PC-Ausführung. So kann die Werkstatt neben den Standardprüfungen an Bremsen, Fahrwerk und Spur auch mittels Gelenkspieltester und dem Geräuschmodul (gegen Aufpreis) gezielt ausgeschlagene Achsteile lokalisieren. Ebenfalls ist als Option eine Fernbedienung mithilfe eines Pocket-PC möglich. Damit kann der Mechaniker Messwerte bequem aus dem Fahrzeug ablesen und weitere Prüffunktionen beliebig steuern. Selbst Motorräder lassen sich dank der separat erhältlichen Aufnahme auf dem Bremsenprüfstand kontrollieren.
Von der Firma ATT kommt die Prüfstraße Arena T 615. Es handelt sich dabei um ein modulares System unterschiedlicher Prüf- und Messeinrichtungen. Zum Auswerten der Prüfergebnisse kann die Werkstatt je nach Anforderung wählen zwischen einer einfachen Ausführung mit analoger Anzeige und einer digitalen Variante inklusive PC-Station. Serienmäßig besitzt die Arena eine Radlauf-, Fahrwerks- und Bremsenprüfvorrichtung. Weitere Diagnoseeinrichtungen wie zum Beispiel ein AU-Gerät lassen sich in die Prüfstraße integrieren, sodass der Betrieb ein komplettes Diagnosezentrum erhält.
Multitop- und Multiscreen-Line heißen die Diagnosestraßen von AHS. Die robusten Mess- und Diagnosesysteme unterscheiden sich gleichfalls in der Ausführung. Als Analog- und PC-Variante ist die Prüfstraße sogar in einer mobilen Ausführung zu haben, die die Werkstatt vor Ort flexibel einsetzen kann.
Die Firma Sherpa ist einer der wenigen Anbieter, die mit ihrer Safeline-Reihe neben Rollen- auch Plattenprüfstände zur Bremsenprüfung in ihren Prüfstraßen verbauen. Unterschiedliche Ausführungen bezüglich der Anzeige (analog und digital) und der Traglasten (4 und 5 Tonnen) sind erhältlich. Markus Lauer
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