Tesla Grünheide Kritische Funde und eine Baugenehmigung

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Gigafactory in Grünheide kommt nicht zur Ruhe. Nach Protesten und Anschlägen sorgten zuletzt der Fund einer Weltkriegsbombe und nun eine unbekannte chemische Substanz für Aufregung.

Die Tesla-Fabrik in Grünheide kann nun mit den Erweiterungsbauten beginnen. Derzeit wird aber noch nach Weltkriegsbomben gesucht.(Bild:  Otto – VCG)
Die Tesla-Fabrik in Grünheide kann nun mit den Erweiterungsbauten beginnen. Derzeit wird aber noch nach Weltkriegsbomben gesucht.
(Bild: Otto – VCG)

Eigentlich liegt die Tesla-Fabrik in Grünheide in einem eher ruhigen Waldgebiet – dennoch scheint es dort Altlasten zu geben. Ende Juni war in der Nähe des Tesla-Werks in Grünheide wurde eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Sie wurde am 29. Juni kontrolliert gesprengt. Dafür wurden mehrere Gewerbegebiete evakuiert, die sich in der Nähe befinden. Auch Teile des Tesla-Werks waren betroffen.

In der Folge wurde das Gebiet genauer nach weiteren Blindgängern untersucht. Dabei haben Experten im Wald nahe der Elektroautofabrik einen neuen Fund gemacht. Dort wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Behälter mit einer unbekannten chemischen Substanz gefunden. Die Räumung an der Fundstelle wurde eingestellt, die Fundstelle verschlossen. Eine Gefahr soll demnach von den Behältern nicht ausgehen. Das Brandenburger Innenministerium bestätigte die Informationen auf Anfrage.

In dem Waldstück protestieren Umweltaktivisten seit Ende Februar mit Baumhäusern und Zelten gegen eine Erweiterung des Tesla-Geländes für den Bau eines Güterbahnhofs. Ein Zusammenhang mit der unbekannten Substanz besteht aus Sicht die Behörden bisher nicht.

Am Freitag, 5. Juli, gab das Brandenburger Landesamt für Umwelt nun grünes Licht für den seit Längerem angestrebten Ausbau der Tesla-Fabrik in Grünheide. Damit kann Tesla vorzeitig mit ersten Baumaßnahmen beginnen. Dabei geht es um einen Ausbau der Produktion auf dem bestehenden Werksgelände ohne das Roden von Wald, speziell nicht um die von Protesten begleitete geplante Erweiterung des Geländes zum Bau eines Güterbahnhofs. Tesla will die vorgesehene Produktion von 500.000 Autos auf eine Million Autos im Jahr verdoppeln.

Umweltschützer und Anwohner haben große Bedenken gegen den Produktionsausbau und die Erweiterung, weil das Werk teils im Wasserschutzgebiet liegt. Der Autobauer will eine weitere große Halle errichten und bestehende Produktionsanlagen optimieren. Auch die Kapazität der Batteriespeicherproduktion soll steigen. Beim vorzeitigen Baubeginn geht es laut Ministerium zunächst um eine Logistikfläche für Neuwagen, einschließlich Untergrundleitungen sowie den Bau von Treppenhäusern am Presswerk und von Solaranlagen auf Dächern.

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