KTI zeigt moderne Karosserie-Instandsetzung
Die Schadenforscher des Kraftfahrzeugtechnischen Instituts (KTI) demonstrieren im Rahmen der ZDK-Sonderschau moderne Schweiß- und Fügetechniken. Zudem informieren die KTI-Experten über den Einsatz neuer Werkstoffe.
Das Kraftfahrzeugtechnische Institut (Lohfelden) widmet sich auf der diesjährigen Automechanika in Frankfurt (16. bis 21. September) dem Thema "Moderne Karosserie-Instandsetzung". Wie das Institut am Donnerstag mitteilte, demonstrieren die KTI-Schadenforscher im Rahmen der ZDK-Sonderschau "Zukunft. Technik. Servicekompetenz." moderne Schweiß- und Fügetechniken an Fahrzeugkarosserien aus hochfestem Stahlblech. Zugleich informieren die KTI-Experten über den Einsatz neuer Werkstoffe und das Kleben von crashrelevanten Karosserie-Strukturen.
Zielkonklikt ist zu lösen
Im Lastenheft moderner Automobile finden sich laut KTI "viele gegenläufige Forderungen". So sollen die Karosserien eine möglichst hohe Crashsicherheit und Torsionssteifigkeit aufweisen, ohne dass sich das Fahrzeuggewicht erhöht. Dieser Zielkonflikt ist nach Ansicht der der KTI-Experten nur mit Hilfe neuer Werkstoffe, Fügetechniken und Karosseriekonzepte zu lösen. Deshalb kämen in modernen Fahrzeugen immer mehr hoch- und höherfeste Stähle zum Einsatz. Bei einigen Fahrzeugen liege deren Anteil bereits deutlich über 50 Prozent - Tendenz steigend. Gleichzeitig beschleunige sich der Trend zu einem Materialmix aus Aluminium, Magnesium und Kunststoffen.
Neue Herausforderungen
Unter diesen Voraussetzungen sei eine fachgerechte Unfallinstandsetzung künftig nur dann möglich, wenn die Werkstätten auf adäquate Reparaturverfahren, Techniken, Werkzeuge und sowie Reparaturanleitungen zurückgreifen können. Dies erfordere erhebliche Investitionen in neue Geräte, Werkzeuge und die Weiterbildung von Service-Mitarbeitern. Zugleich steige für freie und markengebundene Betriebe der Aufwand, bei Herstellern und Importeuren Informationen über den korrekten Reparaturweg einzuholen.
Die KTI-Experten analysieren deshalb die Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität von Reparaturen und untersuchen zugleich die Umsetzungsfähigkeit definierter Herstellervorgaben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse stellt das Kraftfahrzeugtechnische Institut der gesamten Kfz-Branche zur Verfügung.
KTI auf der ZDK-Sonderschau: Galleria 1, Stand A 05