Studie Kunden finden deutsche Elektroautos attraktiver

Quelle: dpa/jr 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

BEV-Kaufinteressenten schauen nach wie vor vor allem auf den Preis. Aber auch andere Kriterien spielen eine wichtige Rolle – deshalb gewinnt nicht automatisch der Billigste.

Laut dem „Attraktivitätsindex Elektromobilität“ belegt VW beim Imageranking seines Elektro-Portfolios mit 112 Punkten den Spitzenplatz, knapp dahinter liegen Audi (111) und Mercedes (111). Mit größerem Abstand folgen auf Rang 4 Tesla (104) sowie Porsche (104), Hyundai (102) und BMW (101). Für die attraktivste chinesische Marke, MG, reicht es mit 92 Punkten nur für Platz 10, gefolgt von den ebenfalls chinesischen Anbietern BYD (90) und GWM (88).(Bild:  Volkswagen)
Laut dem „Attraktivitätsindex Elektromobilität“ belegt VW beim Imageranking seines Elektro-Portfolios mit 112 Punkten den Spitzenplatz, knapp dahinter liegen Audi (111) und Mercedes (111). Mit größerem Abstand folgen auf Rang 4 Tesla (104) sowie Porsche (104), Hyundai (102) und BMW (101). Für die attraktivste chinesische Marke, MG, reicht es mit 92 Punkten nur für Platz 10, gefolgt von den ebenfalls chinesischen Anbietern BYD (90) und GWM (88).
(Bild: Volkswagen)

Elektroautos deutscher Hersteller genießen einer Studie zufolge bei den Konsumenten höheres Ansehen als chinesische Modelle. In einem neu vorgestellten Attraktivitätsindex für E-Autos landen die Marken VW, Audi und Mercedes auf den ersten drei Plätzen. Die chinesischen Importeure MG, BYD und GWM schneiden hingegen trotz geringerer Durchschnittspreise am schwächsten ab. Für die Umfrage haben die Beratungsgesellschaft Bearing Point und das Handelsblatt Research Institute mehr als 2.000 Menschen in Deutschland befragen lassen.

Sie nannten den Preis mit 62 Prozent als wichtigstes Kriterium, fast gleichwertig wollten die potenziellen Kunden aber auf Reichweite, Stromkosten sowie auf die Qualität der Marke achten. In der Summe aller relevanten Kriterien biete VW in den Augen der Konsumenten das beste Gesamtpaket, wenngleich die Wolfsburger nur in wenigen Einzelkategorien ganz vorn seien.

BMW nur auf Rang 7

Als besonders innovativ werden Mercedes-Benz und BMW angesehen, wobei die Münchener noch hinter Tesla, Porsche und Hyundai auf Platz 7 der Gesamttabelle platziert wurden. Es folgen Opel und Renault mit vergleichsweise niedrigen Durchschnittspreisen vor den Anbietern aus China. Diese erzielen vor allem beim Vertrauen in die Qualität geringe Zustimmungsquoten. Hierbei schwächelt auch der Elektro-Pionier Tesla.

Das US-Unternehmen sei bei der Elektromobilität nicht mehr das Maß der Dinge, erklärt Analyst Sven Jung vom Handelsblatt Research Institute. Gerade bei den technischen Parametern stünden die deutschen Hersteller mittlerweile besser da. Sie profitierten zudem von ihren starken Marken und dem dichten Servicenetz. Dies sei aber nicht in Stein gemeißelt, mahnt Bearing Point-Autoexperte Manuel Schuler.

Die Ergebnisse der Bearing-Point-Verbraucherstudie im Detail.(Bild:  Bearing Point)
Die Ergebnisse der Bearing-Point-Verbraucherstudie im Detail.
(Bild: Bearing Point)

Der deutschen Autoindustrie dicht auf den Fersen?

Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Puls hatte zuvor die chinesischen E-Auto-Hersteller noch deutlich näher am Niveau der deutschen Autobauer gesehen. Demnach sagten derzeit nur noch 31 Prozent der Autokäufer hierzulande, dass die besten E-Autos aus Deutschland kommen. 29 Prozent sagen, China sei der beste E-Autobauer.

Zuvor wurden die Konsumenten gefragt, aus welchem Land – ganz allgemein – die besten Autos kämen. 76 Prozent votierten hier immer noch für Deutschland. Auf den zweiten Platz kam Japan mit zehn Prozent. China sehen hier nur drei Prozent der Autokäufer vorne.

(ID:50107290)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung