Kunst im Autohaus
Einmal im Jahr funktioniert der Bötzinger Unternehmer Hansjörg Märtin sein BMW-Autohaus in ein Kunstmuseum um. Das kommt beim Kunden an.
Im Verkaufsraum des BMW-Autohauses Märtin in Bötzingen sind lediglich elf Monate im Jahr chromblitzende Limousinen und agile Minis zu bestaunen. Einmal im Jahr treten die technischen Kunstwerke bayrischer Autobauer zu Gunsten der bildenden Kunst etwas in den Hintergrund.
Meist ermöglicht Firmenchef Hansjörg Märtin Künstlern aus der Region die Gelegenheit, in ungewohnter Umgebung ihre Arbeiten zu zeigen. Bei der Vernissage am vergangenen Freitagabend erlebten mehr als 450 Gäste und Geschäftsfreunde des Autohauses Märtin ein großes Fest. Fetzige Musik von der farbigen Soul-Sängerin Mary Silvester und Spitzenweine von Ellen Bercher vom Breisacher Weingut Müller bedeuteten die beste Voraussetzungen für vielfältigen Kunstgenuss, den Dorothea Siegert-Binder später den Gästen bot. "Durch Kunst miteinander ins Gespräch zu kommen und einmal mit Lebensbereichen konfrontiert zu werden, die nichts mit dem Tagesgeschäft zu tun haben, das ist der Sinn dieser und den bisherigen Kunstausstellungen", betont Firmenchef Hansjörg Märtin.
Noch bis Ende Februar zu bestaunen sind die Werke der studierten Spielzeugdesignerin Dorothea Siegert-Binder aus dem benachbarten Kaiserstuhl-Örtchen Bahlingen. Figuren aus Pappmaché und großflächige Malereien in kräftigen, dunkelroten Farben, die an Lavaglut und Magma erinnern, stehen im Vordergrund der Ausstellung im Autohaus Märtin, Allmendweg 1 in 79268 Bötzingen. Geöffnet zu den normalen Betriebszeiten von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr.