E-Mobilität Ladesäulen sind wenig ausgelastet

Von Holger Holzer/SP-X 1 min Lesedauer

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Die Zahl der Ladepunkte in Deutschland steigt. Inzwischen könnte die Infrastruktur mehr E-Autos vertragen, denn mehr als 80 Prozent der Ladesäulen in Deutschland sind tagsüber frei. In der Flächenabdeckung gibt es aber noch Lücken.

Spinnweben am Stecker? Manche Ladesäulen werden wirklich nur sehr selten genutzt.(Bild:  Rosenow – VCG)
Spinnweben am Stecker? Manche Ladesäulen werden wirklich nur sehr selten genutzt.
(Bild: Rosenow – VCG)

Die Auslastung der öffentlichen Ladesäulen in Deutschland steigt, bleibt aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Über den gesamten Tag gesehen lag sie nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, BDEW, im zweiten Halbjahr 2024 durchschnittlich bei 17 Prozent. Im Gesamtjahr 2023 lag der Wert bei 14,5 Prozent.

Die stärkste Nutzung gibt es dem Branchenverband zufolge tagsüber an AC-Ladepunkten. Zeitgleich sind im Schnitt rund 22 Prozent belegt. Bei Schnellladern und Ultraschnellladern liegt die Belegungsquote deutlich unter 20 Prozent. Die größte Chance, einen freien Ladepunkt zu finden, haben E-Autofahrer nachts an schnellen und ultraschnellen Ladesäulen – dort sind rund acht Prozent zeitgleich belegt.

Generell steigt zugleich die flächendeckende Verbreitung der Ladestationen. Zu Jahresbeginn 2025 war in 6.221 Kommunen mindestens ein öffentlicher Ladepunkt verfügbar. Das sind 57 Prozent aller Kommunen, in denen zugleich 95 Prozent der Bevölkerung leben. Zum Vergleich: 84 Prozent der Bevölkerung leben in einer Kommune mit mindestens einer Tankstelle. Auch in absoluten Zahlen wächst das Ladeangebot weiter: Deutschlandweit wurden im zweiten Halbjahr des Vorjahres 30.305 öffentliche Ladepunkte zugebaut. Insgesamt gab es hierzulande damit 160.000 Ladepunkte zum Stichtag 31.12.2024.

Früher geäußerte Sorgen, die Elektroautos könnten die Netze in die Knie zwingen, scheinen sich nicht zu bewahrheiten: Gemessen in Ladeleistung wurden im Vorjahr 2,4 GW zugebaut. Die installierte Ladeleistung ist damit von 6,1 auf 8,5 Gigawatt um knapp 40 Prozent gestiegen. Der Zubau an Ultraschnellladern (HPC) liegt im Jahr 2024 auf einem Rekordhoch von mehr als 8.000 Ladepunkten. „Auf diese positive Dynamik muss jetzt die neue Bundesregierung aufsetzen, die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland weiter zu stärken“, kommentierte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, die Entwicklung. Ein starker Heimatmarkt für Elektromobilität sei die beste Standortpolitik.

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