Reifeneinlagerung Leistung, die verbindet

Von Malika Matkarimova und Jakob Schreiner 4 min Lesedauer

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Es geht nicht nur ums Abstellen – es geht um Zugriff, Sicherheit, Verlässlichkeit. Die Reifeneinlagerung im Autohaus Zolleis ist ein Paradebeispiel für Servicearchitektur, die mehr bietet als bloßen Stauraum: Sie liefert Struktur, bindet Kunden und entlastet den Betrieb im Wechselstress.

Herzstück der Scholz-Coverhallen sind die Magazin-
regale mit stehenden, hintereinander gelagerten Radsätzen für müheloses Ein- und Ausrollen. Kunststoffummantelte Streben schützen teure Alufelgen, und als Komplettdienstleister hat Scholz auch eine eigene Räderlogistik parat.(Bild:  Schreiner – VCG)
Herzstück der Scholz-Coverhallen sind die Magazin-
regale mit stehenden, hintereinander gelagerten Radsätzen für müheloses Ein- und Ausrollen. Kunststoffummantelte Streben schützen teure Alufelgen, und als Komplettdienstleister hat Scholz auch eine eigene Räderlogistik parat.
(Bild: Schreiner – VCG)

Der Reifenwechsel, für Autofahrer oft nur ein Routinetermin, bedeutet für Kfz-Betriebe logistische Herausforderung und Kundenbindungschance zugleich. Helmut Zolleis weiß das bestens: „Ich habe schon Räder eingelagert, da war das für die Branche noch ein Fremdwort“, erzählt der Geschäftsführer des Forchheimer Kfz-Betriebs schmunzelnd. Die Geschichte der Rädereinlagerung bei Zolleis ist eng mit der Unternehmensgeschichte verwoben. 1994 übernahm er den Betrieb mit nur fünf Mitarbeitern. Seitdem wuchs das Unternehmen kontinuierlich weiter und beschäftigt aktuell rund 70 Mitarbeiter. Parallel dazu wuchs auch das Einlagerungsgeschäft, dessen Anfänge, wie Zolleis amüsiert erzählt, durchaus improvisiert waren: „Meine ersten Räder habe ich im Heizungskeller eingelagert. Das waren vielleicht zehn Radsätze für spezielle Kunden.“ Damals habe man noch „Türmchen“ gebaut und handschriftliche Lagepläne geschrieben, erinnert er sich. Das Problem mit den Reifenstapeln kenne aber jede Werkstatt: „Man stapelt, stapelt, stapelt – und braucht dann natürlich ausgerechnet den Reifensatz, der im hintersten Eck des Lagers steht“, erinnert sich Zolleis an die logistischen Herausforderungen der Anfangszeit.

Zolleis investierte von Anfang an stark ins Marketing, um seine Rädereinlagerung zu etablieren. Sie ist für ihn eine „Standardleistung“. Die Nachfrage und der Platzbedarf wuchsen zusätzlich, weil Räder zunehmend größer und hochwertiger wurden. Kunden hatten immer weniger Lust auf die Eigenlagerung und oft fehlte ihnen schlicht der Platz. So füllte sich Kellerraum nach Kellerraum. „Irgendwann war der Keller voll, dann haben wir eine benachbarte Halle angemietet“, erinnert sich Zolleis. Dort installierte er vor über 20 Jahren erstmals professionelle Regale für die Räderlagerung vom Spezialanbieter Scholz Regalsysteme aus Hofheim – eine Entscheidung ohne Reue. Heute verfügt der Betrieb, Partner für Volkswagen Pkw, Audi, Seat, Skoda und VW Nutzfahrzeuge, über zwei sogenannte Coverhallen mit Kapazität für mehr als 1.000 Radsätze.