Liqui Moly lässt Motoröl in China abfüllen
Der Ulmer Autochemiehersteller passt seine Exportstrategie dem wachsenden Markt an. In den nächsten Monaten werden auch 4- und 5-Liter-Kanister eingeführt.
Liqui Moly lässt seit Mitte Mai ein 4-Takt-Motoröl für den chinesischen Markt direkt in China abfüllen. Partner ist das Unternehmen Zhongtian in Chongqing. Bislang exportierte Liqui Moly ausschließlich fertige Gebinde nach China. Die stark gestiegene Nachfrage nach Ölen aus dem Hause Liqui Moly mache eine Anpassung der Exportstrategie notwendig, heißt es aus dem Unternehmen. Ziel ist es, in den ersten zwölf Monaten eine Million 1-Liter-Dosen abzufüllen und zu vermarkten. In den nächsten sechs Monaten werden sukzessive 4- und 5-Liter-Kanister eingeführt.
Weitere asiatische Kunden haben bereits Interesse an Liqi Moly-Motorenölen „filled in China“ bekundet. Unternehmenssprecher Roland Braun: "Das Engagement in China ist für den asiatischen Markt bestimmt. Das heißt, es wird keinen Produktimport nach Deutschland geben. Die Produkte für den deutschen Markt stellen wir auch hier her. Das sind wir dem Standort Deutschland schuldig.".
Die Stadt Chongqing war von Anfang an die erste Wahl für einen geeigneten Standort der Abfüllanlage. Alleine im Jahr 2004 wurden in Chongqing 600.000 PKW und rund 5,5 Millionen Motorräder für den chinesischen Markt produziert. Förderlich für das Geschäft war auch der gute Kontakt von Liqui Moly zum chinesischen Motorrad-Hersteller Shineray. Shineray war Sponsorpartner des chinesischen Nationalspielers Jiayi Shao der beim TSV 1860 München unter Vertrag steht.