Jahresbilanz 2023 Liqui Moly muss Kapazitäten ausbauen

Von Cara Stibolitzki 2 min Lesedauer

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Der deutsche Schmiermittel-Hersteller hat im Jahr 2023 ordentlich zugelegt: mehr Umsatz, mehr Produktion, mehr Mitarbeiter. Die beiden Geschäftsführer sind sich sicher, dass noch mehr geht.

Die beiden Geschäftsführer Dr. Uli Weller (links) und Günter Hiermaier zeigen sich zufrieden mit dem Jahresergebnis.(Bild:  Liqui Moly GmbH)
Die beiden Geschäftsführer Dr. Uli Weller (links) und Günter Hiermaier zeigen sich zufrieden mit dem Jahresergebnis.
(Bild: Liqui Moly GmbH)

Ökonomisch betrachtet ist das vergangene Jahr unter denkbar schlechten Voraussetzungen verlaufen: Steigende Preise für Energie und Logistik, hinzu kam noch die Inflation. Dennoch lief es gut für Liqui Moly. 2023 steigerte der Konzern, der inzwischen zur Würth-Gruppe gehört, seinen Umsatz um knapp 15 Prozent auf 917 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hat der Schmierölspezialist die Produktions- und Absatzmengen angehoben. Das Ölwerk in Saarlouis habe 2023 mit gut 94.000 Tonnen Schmierstoffen über neun Prozent mehr produziert als 2022. Dabei machten Motoröle den größten Anteil aus, gefolgt von Getriebeölen.

„Unsere Abfüllanlagen für Kleingebinde kommen bei diesen Mengen an ihre Kapazitätsgrenze. Hier haben wir ordentlich investiert, um den Mengenausstoß zu erhöhen“, so Geschäftsführer Dr. Uli Weller. Generell sei die gesamte Kapazitätsgrenze des Ölwerks in Sicht, die bei 120.000 Tonnen jährlich liegt. „Bei konstantem Wachstum hätten wir unsere Obergrenze in drei Jahren erreicht, würden wir nicht weiter in den Standort investieren.“

20 Millionen Euro Investitionen

Hinsichtlich der Herstellung von Additiven seien die Kapazitätsgrenzen ebenfalls erreicht: Im Werk in Ulm liefen mehr als 18,5 Millionen Dosen vom Band. Für dieses Jahr möchte Liqui Moly die Produktion auf 22 Millionen Dosen erhöhen. Weitere Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro sollen Produktion und Logistik an den Standorten Ulm und Saarlouis stärken.

Die wachsende Produktion verlangt nach mehr Personal, weshalb die Mitarbeiterzahl des Konzerns im vergangenen Jahr um mehr als fünf Prozent auf 1.104 Beschäftigte gestiegen ist. Dazu Günter Hiermaier, ebenfalls Geschäftsführer: „Wir haben die vollen 3.000 Euro Inflationsausgleich gezahlt und den Tarifvertrag freiwillig umgesetzt. Allein daraus ergeben sich zum Beispiel in der Produktion Lohnzuwächse von mehr als zehn Prozent. Zugleich beteiligen wir alle Kolleginnen und Kollegen mit weiteren bis zu 3.000 Euro an unserem Gewinn.“

Mit Blick in die Zukunft will der Konzern insbesondere in den Bereich Elektromobilität investieren: „Der Absatz an Motorölen und Additiven wird aller Voraussicht nach in den nächsten beiden Jahrzehnten innerhalb der EU rückläufig sein. International spielt die E-Mobilität eine Nebenrolle. Dennoch wollen wir als Marke in der EU stark sein, weshalb wir unser bestehendes Sortiment für Elektro- und Hybridfahrzeuge weiterentwickeln werden“, sagte Weller.

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