Liqui Moly: Schmierige Zukunft

Das Gespräch führte Steffen Dominsky

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Die Anforderungen an moderne Motoren und damit das Motoröl steigen und steigen. Wie Liqui Moly aktuelle und künftige Entwicklungen einschätzt, verrät der stellvertretende Leiter des Öllabors der Ulmer, Oliver Kuhn.

Oliver Kuhn ist stellvertretender Leiter des Öllabors von Liqui Moly.(Bild:  Liqui Moly)
Oliver Kuhn ist stellvertretender Leiter des Öllabors von Liqui Moly.
(Bild: Liqui Moly)

Redaktion: Man hört immer wieder von aus Methan gewonnenen Grundölen, sogenannten Power-to-X-Schmierstoffen. Haben sie technische Vorteile?

Oliver Kuhn: Derartige Grundöle unterscheiden sich kaum von konventionellen Ölen der Gruppe III+. Ausgangsbasis ist ein Paraffinwachs, welches per Cracking in die entsprechenden Grundöle zerteilt wird. Das synthetische Wachs ist gegenüber dem aus Erdöl hergestellten etwas homogener. Es besitzt leichte Vorteile bei extremer Kälte, d. h. tiefer als –40 °C, und leichte Vorteile in den Verdampfungseigenschaften bei 250 °C. Diese Vorteile sind aber nicht so stark, dass nur die aus Gas gewonnenen Motoröle bestimmte Freigaben erreichen können. Alle modernen Freigaben werden auch von API-Gruppe III und III+ erreicht.