Freescape Camper-Van Luftiges Oberstübchen

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Es ist ein völlig neues Konzept für ein Schlafzimmer im ersten Stock eines Kompakt-Reisemobils: Freescape heißt der Camper mit dem spektakulären, aufblasbaren Dachzelt. Billig ist er allerdings nicht.

Auf der Touristikmesse CMT feiert der Freescape als Prototyp Premiere.(Bild:  SP-X/Michael Lennartz)
Auf der Touristikmesse CMT feiert der Freescape als Prototyp Premiere.
(Bild: SP-X/Michael Lennartz)

Thomas Klüber-Voss ist der Chef des Wiesbadener Design-Studios Syn, das seit über 30 Jahren für die Reisemobil-Industrie arbeitet und unter anderem viele erfolgreiche Projekte für den Marktführer Hymer verwirklicht hat. Beispielsweise ein imposantes Dachzelt, das 2023 auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon Aufmerksamkeit erregte.

Da dieses Konzept aber nicht weiterverfolgt wurde, entschloss sich Thomas Klüber-Voss, die Weiterentwicklung eines solchen Schlafdachs unter der Marke Freescape selbst zu vermarkten. Auf der Stuttgarter Freizeitmesse CMT, die am 25. Januar zu Ende ging, präsentierte er den Prototyp auf dem Freescape-Stand in der Eingangshalle und war aufgrund des aufsehenerregenden Aufbaus kaum zu übersehen.

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Eines erkennt man dabei auf Anhieb: So großzügig und luftig ist keine andere Dachlösung auf Basis eines Campers im Format des Ford Transit/Tourneo Customs oder dessen VW-Pendants. Beide Alternativen werden von dem jungen Start-up in Egelsbach nahe Frankfurt angeboten. Allerdings muss man auch mit 80.000 Euro für die Grundausstattung und bis zu 113.000 Euro für die voll ausgestattete Messe-Version tief in die Tasche greifen.

Aufgeblasenes Schlafzimmer

Und so funktioniert das Schlafdach: In eingeklapptem Zustand ist der Freescape nur wenige Zentimeter höher als das Basisfahrzeug – freilich die entscheidenden Zentimeter zu viel für Tiefgaragen mit einer Einfahrtshöhe von zwei Metern. Da die Stützelemente des Luft-Schlafdaches aus aufblasbaren Tubes bestehen, wird das Oberstübchen mit Hilfe eines Kompressors in rund sechs Minuten entfaltet. Dabei entsteht im ersten Stock quasi neben dem Fahrzeug ein Doppelbett mit einer üppigen Liegefläche von 1,40 x 2,00 Meter.

Ein Luftpolster zwischen dem weichen Baumwoll-Innenzelt und dem robusten Außenzelt sorgt für gute Isolation. Große Fensterflächen garantieren Helligkeit und Ausblick. Aluminiumstützen sichern das Ganze ab. Weiterer Vorteil: Die seitliche Schlafstätte beeinträchtigt nicht – wie üblicherweise in solchen Campingbussen – die Stehhöhe im Innern, die hier mit 2,50 Metern sogar extrem hoch ist.

Für den Innenraum haben die Designer ebenfalls ein paar pfiffige Ideen verwirklicht. So befindet sich längs an der Fahrerseite eine große Arbeitsplatte, unter der der Küchenblock versteckt ist. Der lässt sich über ein Schienen-System so weit herausziehen, dass er mitsamt gasfreiem Induktionskochfeld, 230-Volt-Anschluss, Spüle und ausklappbarer Arbeitsfläche sogar als Outdoor-Küche zum Kochen im Freien verwendet werden kann – geschützt unter dem ausgeklappten Schlafdach.

Bei den Mitnahme-Utensilien setzt das junge Unternehmen auf ein modulares System im Heck mit Körben und Schubladen, in dem sich auf Wunsch auch eine Toilettenbox unterbringen lässt. Spontan-Überzeugte können den Freescape direkt ordern und mit einer Auslieferung im Herbst rechnen. Ausgebaut wird der Schlafdach-Camper bei Rhön Camp im bayrischen Schildeck.

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