Mercedes-Maybach S-Klasse Luxus für Individualisten

Von sp-x 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach der S-Klasse bekommt jetzt auch ihr Luxusableger von Maybach ein Update. Neue Technik spielt allerdings kaum eine Rolle. Vielmehr sollen edlere Materialien und mehr Handarbeit den Komfort auf ein noch höheres Level bringen.

Nach der S-Klasse bekommt jetzt auch ihr Luxusableger von Maybach ein Update.(Bild:  Mercedes)
Nach der S-Klasse bekommt jetzt auch ihr Luxusableger von Maybach ein Update.
(Bild: Mercedes)

Die Mercedes-Maybach S-Klasse war nie einfach nur die verlängerte Version einer S-Klasse. Mit dem Modelljahr 2026 positioniert sich die Marke nun nochmals ein Stück darüber. „Wir sind oberhalb der Mercedes-Benz S-Klasse angesiedelt und haben den Anspruch, in Komfort, Design und Materialien noch einen Schritt weiterzugehen“, sagte Pressesprecherin Anja Steindl bei der Vorstellung.

Neu ist zunächst der Auftritt. Das Auto wirkt noch mächtiger, als es die 5,50 Meter vermuten lassen, auf die sich die Luxuslimousine streckt. Das 2026er-Modell bekommt einen größeren Kühlergrill mit auffälligeren vertikalen Chromstreben. Erstmals ist der Maybach-Schriftzug im Grill beleuchtet, ebenso der Stern auf der Haube, allerdings nur in den Ländern, die das erlauben. Auch die Umrandung des Grills leuchtet nun. Dazu kommen neue Lichtsignaturen mit Digital Light und roségoldenen Akzenten, die das Maybach-Emblem fein inszenieren. Am Heck tragen die Rückleuchten jetzt das Mercedes-Drei-Sterne-Motiv.

Bildergalerie

Edle Details bis ins kleinste Element

Neu sind auch Details wie beleuchtete Maybach-Embleme an der C-Säule und ein überarbeiteter Lichtteppich beim Ein- und Aussteigen. Bei den Rädern gibt es erstmals Schmiederäder mit kugelgelagerter Nabenkappe, sodass der Stern immer korrekt steht, egal, wie das Rad gerade positioniert ist. Für ganz Extrovertierte hat die Manufaktur 21 Zoll große, goldene Schmiederäder aufgelegt.

Der größte Unterschied zur bürgerlichen S-Klasse ist wie gewohnt im Innenraum zu sehen. Dort führt Maybach neue Farben ein, natürlich alle sehr dezent. Sie heißen Corn Yellow, Lake Green, Tobacco Brown und Karminrot und kleiden den Innenraum bis in den hintersten Winkel in feinstes Leder. Auffälligstes Novum ist das florale Sitzdesign, eine Weiterentwicklung des bekannten Maybach-Musters. Es ergänzt die bisherige Rautenoptik, die weiterhin im Serienmodell zu sehen ist. „Die neuen Farbwelten verändern die Stimmung im Auto“, sagt PR-Managerin Steindl. „Gerade das Lake Green mit seinem ganz leichten Blauschimmer wirkt extrem beruhigend.“

Erstmals lederfreies Interieur

Erstmals wird ein lederfreies Interieur angeboten. Es kombiniert das bekannte Kunstleder mit Textilien aus Leinen und recyceltem Polyester. Wer’s nicht weiß, spürt beim Darüberstreichen keinen Unterschied. Es sei der Anspruch von Maybach, bei Haptik, Verarbeitung und Haltbarkeit keinerlei Abstriche zu machen, erklärt die Sprecherin. Wer’s weiterhin traditionell möchte, kann im 2.200 Quadratmeter großen Center of Excellence in Sindelfingen aus einer Unmenge von Farben wählen und künftig Dachhimmel und nahezu alle Kontaktflächen auskleiden lassen.

Überhaupt soll die Individualisierung noch stärker im Vordergrund stehen. Über 150 Außenfarben und über 400 Interieurfarben stehen zur Wahl. Hinzu kommen neue Manufaktur-Lacke, etwa ein tiefes Schwarz mit Glaspartikeln im Klarlack oder ein grünlich schimmernder Mattton. Zweifarblackierungen mit handgezogener Zierlinie bleiben das Markenzeichen. Bis zu fünf Arbeitstage fließen in diese Lackierungen, jeder Übergang entsteht in Handarbeit. Ergänzt wird das Angebot durch das neue Programm „Made to Measure“, das nochmals über das reguläre Portfolio hinausgeht und historische Farben, Sondernähte oder spezielle Materialien ermöglicht.

Neues Betriebssystem in Gold

Digital zieht das Maybach-Modell mit der überarbeiteten S-Klasse gleich, setzt jedoch eigene Akzente. Auch das Luxusmodell wird jetzt über das neue Betriebssystem MB.OS gesteuert, alle Anzeigen und Menüs sind aber im spezifischen Maybach-Design mit goldenen Elementen gestaltet. Hinzu kommen neue Fernbedienungen im Fond, die bekannte Liegeposition für die hinteren Sitze sowie eine Massagefunktion, die es in der normalen S-Klasse nicht gibt.

Beim Antrieb verabschiedet sich der Maybach aus der Königsklasse, zumindest in Europa. Der V12 lässt sich nicht mehr an die geschärften Emissionsbestimmungen der Euro 7 anpassen und wird hier künftig von einem V8 ersetzt. An der Leistung ändert das nichts: Auch der als Mildhybrid ausgelegte V8 des S680 kommt auf 450 kW/612 PS, wobei ihn sein Startergenerator beim Anfahren nochmals mit weiteren 17 kW unterstützt. Ganz weg ist der V12 allerdings nicht: Im Hochsicherheitsmodell Guard darf der edle Zwölfer weiter eingesetzt werden. Doch das ist nochmals eine andere Nummer.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

100 Kilometer rein elektrisch

Im Programm bleibt auch der Plug-in-Hybrid. Dank größerer Batterie verwandelt er sich für bis zu 100 Kilometer in ein reines Elektrofahrzeug, um anschließend den Akku in kurzer Zeit am Schnelllader wieder zu füllen.

Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich die Maybach S-Klasse 2026 klar zwischen den Welten. Er bleibt weniger formell als ein Rolls-Royce Ghost, etwas weniger fahraktiv als ein Bentley Flying Spur, dafür näher an moderner Luxusästhetik und maximaler Personalisierung. „Am Ende geht es darum, ein Einzelstück zu schaffen“, hieß es bei der Präsentation. Dafür reichen die rund 250.000 Euro allerdings kaum, die Maybach als Einstiegspreis aufruft. Wer’s wirklich individuell will, muss viele Scheine drauflegen. In der Luxusklasse ist eben wie immer Luft nach oben.

(ID:50799167)