MAG-Metz-Gruppe kauft Georg von Opel

Redakteur:

Die Berliner Autohausgruppe übernimmt sieben der neun verbliebenen Standorte des Unternehmens, das einst zu den größten deutschen Opel-Händlern gehörte. Georg von Opel hatte im Juni 2006 Insolvenz angemeldet.

Die MAG Metz GmbH kauft Georg von Opel. Wie Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mitteilte, übernimmt die Berliner Autohausgruppe ab Mitte Juni sieben der verbliebenen neun Standorte des Unternehmens, das einst zu den größten Opel-Händlern Deutschlands zählte. Bereits Anfang 2007 war der Bonner Georg-von-Opel-Betrieb an MAG Metz gegangen.

Die Autohäuser in Frankfurt, Offenbach, Neu-Isenburg, Würzburg und Eschborn sowie das Teilelogistikzentrum in Eschborn werden an MAG Metz übertragen, heißt es in der Mitteilung. Das Lackier- und Karosseriezentrum in Bergen-Enkheim wird an den Standort Offenbach verlagert. Der Betrieb Frankfurt-Nordweststadt wird geschlossen.

265 Mitarbeiter werden übernommen

MAG Metz übernimmt den Angaben zufolge 200 Mitarbeiter sowie 65 Auszubildende und Teilzeitkräfte. Für die ausscheidenden 60 Angestellten soll eine Transfergesellschaft gegründet werden. "Mein Ziel ist die Schaffung eines soliden, wettbewerbs- und zukunftsfähigen Autohausverbundes für die gesamte Rhein-Main-Region", sagte Rainer Metz, Geschäftsführer der MAG Metz GmbH. Georg von Opel sei eine ideale Ergänzung für die Handelsgruppe.

MAG Metz gehört zu den größten deutschen Autohändlern. Die Gruppe beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 400 Millionen Euro. An über 40 Standorten vertreibt das Unternehmen 15 verschiedene Automarken. Geschäftsführer Rainer Metz legt Wert darauf, dass die Autohäuser der Gruppe unter ihren regional etablierten Namen auftreten.

Georg von Opel hatte im Juni 2006 Insolvenz angemeldet, nachdem es in dem Unternehmen bereits längere Zeit gekriselt hatte. Im Zuge der 2007 eingeleiteten Sanierung waren einige der damals 26 Standorte verkauft worden, der Großteil musste allerdings geschlossen werden.