Mahindra bringt Elektroauto an den Start

Von Christoph Seyerlein

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Mahindra unternimmt mit dem „E2O“ einen erneuten Versuch, mit einem elektrischen Stadtauto in Europa Fuß zu fassen. Erster Versuchsmarkt der Inder wird Großbritannien.

Mahindra-Chef Anand Mahindra präsentiert das Elektroaut „e2o“ in London.(Foto:  Mahindra)
Mahindra-Chef Anand Mahindra präsentiert das Elektroaut „e2o“ in London.
(Foto: Mahindra)

Der indische Autobauer Mahindra will sich mit seinem Elektroauto „E2O“ künftig auf dem Automarkt in Großbritannien versuchen. Der Stromer sei speziell für den Pendelverkehr in der Stadt konzipiert, gab der Hersteller in einer Mitteilung bekannt. In Indien ist das Modell bereits seit zwei Jahren erhältlich, die Variante für Großbritannien soll Mahindra zufolge aber einige Weiterentwicklungen enthalten.

Reichweite, Höchstgeschwindigkeit und Preis nannte Mahindra in seiner Mitteilung nicht, britische Medien berichten aber, dass der E2O mit einer Ladung 88 Meilen (gut 140 Kilometer) weit kommen soll. Die Spitzengeschwindigkeit liegt den Berichten zufolge bei 63 Meilen in der Stunde (etwas mehr als 100 km/h). Kunden müssen für das Stadtauto wohl mindestens 13.000 Pfund (16.440 Euro) bezahlen, der höherwertig ausgestattete „E2O Tech X“ soll bei 15.995 Pfund (rund 20.200 Euro) starten.

Kunden will Mahindra vor allem mit einem Preisversprechen locken: So sollen die Kraftstoffkosten für den E2O unter zehn Pfund pro Monat liegen, sofern der Käufer im Jahr durchschnittlich 7.900 Meilen fährt (rund 12.700 Kilometer) und seinen Mahindra über den Spartarif „Economy 7“ nachts bei sich zu Hause auflädt. Die 14 kWh starke Litium-Ionen-Batterie soll so innerhalb von neun Stunden wieder voll sein. Die Tech-X-Version kann zusätzlich an Schnellladestationen innerhalb von 90 Minuten „vollgetankt“ werden.

Einige der Funktionen des Fahrzeugs sollen Kunden über eine Smartphone-App kontrollieren und steuern können. Beispielsweise soll es möglich sein, das Auto im Voraus zu heizen oder abzukühlen, den Ladevorgang aus der Ferne zu starten oder zu beenden, eine Route zu planen oder Aufladestationen in der Nähe zu finden. Darüber hinaus bietet die teurere Variante zusätzliche Ausstattungsdetails wie das „Touchscreen Infotainment Center“ mit Rückfahrkamera, Telematik, ferngesteuerte Revive-Notfallaufladung, Ledersitze und Leichtmetallräder. Erste Auslieferungen des E2O an britische Kunden plant Mahindra im Mai.

Nachfolger des „G-Wiz“

Mahindra hatte bereits in der Vergangenheit versucht, mit Elektroautos in Europa Fuß zu fassen. Bis 2012 vermarktete der Hersteller elektrische Stadtautos unter der Marke Reva. Der Reva i war in Großbritannien auch unter dem Namen „G-Wiz“ bekannt. 2010 hatte sich Mahindra an Reva mehrheitlich beteiligt. Im klassischen Automobilbereich halten die Inder die Mehrheit an Ssangyong.

Mahindra ist ein indischer Konzern, der neben Elektroautos auch Traktoren, Nutzfahrzeuge und Zweiräder baut. Daneben ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Mumbai auch in der Informationstechnik tätig und bietet Finanzdienstleistungen und Ferienwohnungen an. Auch in den Bereichen Landwirtschaft, Luft- und Raumfahrt, Komponenten, Consulting-Services, Rüstung, Energie, Industrieausrüstung, Logistik, Immobilien, Einzelhandel und Stahl ist der Konzern eigenen Angaben zufolge mit über 200.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern aktiv.

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