Nfz-Antrieb
Mehr als Schall und Rauch
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Probleme am Abgasstrang gehören in Nutzfahrzeugwerkstätten zum Alltagsgeschäft. Mit der zunehmenden Komplexität der Motormanagement- und Abgasnachbehandlungssysteme haben zwangsläufig auch die Fehler- und Defektmöglichkeiten zugenommen.
Mit jeder neuen Abgasnorm wurde die Motorentechnik moderner Lkw und Busse ein großes Stück komplexer. Mit Einführung der Euro-VI-Norm reduzierte der Gesetzgeber die Grenzwerte für Partikel nochmals um etwa 67 Prozent, bei Stickstoffoxiden sogar um 80 Prozent gegenüber den Euro-V-Vorgaben. Überdies wurden vorhandene Schlupflöcher geschlossen. Anders als bei den von Umweltschützern als „Schönwettertests“ bezeichneten Prüfzyklen von Euro-6-Pkw – Stichwort Dieselskandal – werden die Emissionen von Euro-VI-Nutzfahrzeugen an zufällig ausgewählten Punkten des Motorkennfelds nachgemessen. Außerdem erfolgt nicht nur bei der Zulassung eines neuen Fahrzeugtyps eine Schadstoffkontrolle, sondern über sieben Jahre beziehungsweise 700.000 Kilometer hinweg stichprobenartig auch noch mit mobilen Messgeräten im praktischen Fahrbetrieb.
Um die strengen Euro-VI-Grenzwerte zu erfüllen, mussten die Nutzfahrzeughersteller tief in ihre „Entwicklungstrickkisten“ greifen. Was mit Euro IV und einem simplen Dieselpartikelfilter (DPF) begann, hat sich zu extrem komplexen Abgasnachbehandlungssystemen entwickelt, die schädliche Abgasbestandteile – kleinen chemischen Fabriken gleich – in unschädliche umwandeln. Für eine effektive Abgasreinigung verfügen die meisten aktuellen Euro-VI-Lkw und -Busse über eine Verknüpfung aus Abgasrückführsystem (AGR) und Harnstoff-Katalysator (SCR-System = selektive katalytische Reduktion).
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