Tarifabschluss für das Kfz-Gewerbe Mehr Lohn auch für die Beschäftigten in Niedersachsen

Von Doris Pfaff 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Auch bei den Tarifverhandlungen für das Kfz-Gewerbe in Niedersachsen gibt es eine Einigung: Beschäftigte erhalten in zwei Stufen insgesamt 8,6 Prozent mehr Lohn und eine Inflationsausgleichsprämie.

Auf eine Lohnerhöhung von insgesamt 8,6 Prozent einigten sich die Vertreter von Gewerkschaft und Arbeitgeber bei ihren Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Niedersachsen.(Bild:  ProMotor)
Auf eine Lohnerhöhung von insgesamt 8,6 Prozent einigten sich die Vertreter von Gewerkschaft und Arbeitgeber bei ihren Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Niedersachsen.
(Bild: ProMotor)

Deutlich mehr Lohn und einen von der Gewerkschaft geforderten Inflationsausgleich: Darauf haben sich in der dritten Runde der Tarifverhandlungen der Unternehmensverband des Kfz-Gewerbes als Tarifgemeinschaft und die IG-Metall-Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am Dienstag, 25. April, für die Beschäftigten in Niedersachsen geeinigt. Sie sind damit den Tarifabschlüssen von Bayern und Baden-Württemberg gefolgt.

„Das Tarifergebnis bewegt sich angesichts der Herausforderungen an der Obergrenze des Vertretbaren“, betonte Karl-Heinz Bley, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft. Bei den Verhandlungen wurde vereinbart, dass sich die Vergütung der Beschäftigten der Mitgliedsunternehmen der Tarifgemeinschaft zum 1. November 2023 um 5,0 Prozent und in der zweiten Stufe zum 1. Oktober 2024 um 3,6 Prozent erhöhen.

Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 2.500 Euro, zahlbar in zwei Stufen von 1.500 Euro zum 1. Juli 2023 und 1.000 Euro zum 1. April 2024. Auszubildende erhalten ab 1. November 2023 in allen Ausbildungsstufen 85 Euro und ab 1. Oktober 2024 nochmals 65 Euro mehr. Die neuen Tarifverträge laufen 24 Monate bis zum 31. März 2025.

„Die Auswirkungen der Transformation im Kfz-Gewerbe stellen die Betriebe unserer Branche vor sehr große Herausforderungen. Der vereinbarte Tarifabschluss mit Inflationsausgleichsprämie stellt daher die absolute Höchstgrenze dessen dar, womit die Autohäuser und Kfz-Meisterbetriebe belastet werden können“, so Bley.

Die Gewerkschaft hatte für die gut 35.000 Beschäftigten im Kfz-Handwerk bezogen auf zwölf Monate 8,5 Prozent mehr Lohn sowie eine Inflationsausgleichsprämie gefordert.

Mit dem Verhandlungsergebnis folgt Niedersachsen den bereits erzielten Tarifabschlüssen von Baden-Württemberg und Bayern. Für seine Auszubildenden gewährt Niedersachsen jedoch eine stärkere Erhöhung der Ausbildungsvergütung.

(ID:49421889)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung