Tarifverhandlungen 2025 Mehr Lohn auch in Baden-Württemberg

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Für die Beschäftigten in den Kfz-Betrieben in Baden-Württemberg gibt es ab 1. Juli mehr Gehalt. Darauf einigten sich die Verhandlungsführer in der dritten Tarifrunde. Sie folgten damit den Ergebnissen in Niedersachsen.

Mehr Lohn gibt es auch für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg. Darauf einigten sich die Tarifverhandlungsführer in der dritten Runde.(Bild:  Max Gerlach / CC BY-SA )
Mehr Lohn gibt es auch für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg. Darauf einigten sich die Tarifverhandlungsführer in der dritten Runde.
(Bild: Max Gerlach / CC BY-SA )

Eine Einigung in den Tarifverhandlungen und auf mehr Lohn für die Beschäftigten in den Kfz-Betrieben erreichten auch die Verhandlungsführer in Baden-Württemberg. In der dritten Runde der Verhandlungen einigten sich die Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes Baden-Württemberg und die IG Metall auf eine zweistufige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen.

Damit hat neben einigen anderen Bundesländern auch Baden-Württemberg einen Tarifabschluss für die rund 60.000 Beschäftigten und 9.000 Auszubildenden in Autohäusern und Werkstätten erzielt. Die Einigung orientiert sich am Pilotabschluss aus Niedersachsen und sieht eine zweistufige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen vor.

Stufenweise Lohnerhöhung und mehr für Auszubildende

Die erste Anhebung der Entgelte tritt zum 1. Juli 2025 in Kraft und beträgt 2,3 Prozent. Eine weitere Steigerung um 3,3 Prozent folgt zum 1. August 2026. Auszubildende profitieren zusätzlich: Sie erhalten ab Juli 2025 in allen Ausbildungsjahren monatlich 80 Euro mehr, ab August 2026 steigen die Vergütungen nochmals um 3,3 Prozent. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 26 Monate und endet am 31. Mai 2027.

Neben den finanziellen Verbesserungen wurden weitere Punkte vereinbart. So kann die Quote der Beschäftigten mit 40-Wochenstunden-Verträgen per Betriebsvereinbarung von bisher 18 auf bis zu 28 Prozent der Belegschaft erhöht werden. Zudem wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die Entgeltgruppenbeschreibungen zu modernisieren. Eine Entlastungskomponente, die sich am niedersächsischen Vorbild orientiert, ist ebenfalls Teil des Abschlusses.

Dr. Andreas Göritz, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft, betont: „Die Transformation der Automobilwirtschaft setzt die Betriebe unserer Branche unter großen Anpassungsdruck, daher stellt die vereinbarte Tariferhöhung das absolute Maximum dessen dar, mit dem Autohäuser und Kfz-Meisterbetriebe belastet werden können. Mit der Laufzeit von 26 Monaten erhalten die Betriebe im Gegenzug Planungssicherheit.“

Bundesweiter Trend: Wahloption zwischen Geld und Zeit

Auch in anderen Tarifgebieten wie Hessen, Hamburg und Niedersachsen wurden vergleichbare Abschlüsse erzielt. Die Entgelte steigen dort ebenfalls ab Juli 2025 um 2,3 Prozent und ab August 2026 um weitere 3,3 Prozent. Auszubildende erhalten in beiden Stufen jeweils 80 Euro mehr pro Monat. Ein zentrales Element der neuen Tarifverträge ist die Wahloption zwischen mehr Geld und zusätzlicher Freizeit: Beschäftigte können sich für bis zu fünf zusätzliche freie Tage pro Jahr entscheiden.

Bislang keine Einigung in Bayern und NRW

Während in Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg, Niedersachsen und nun auch Baden-Württemberg Einigungen erzielt wurden, stehen Tarifabschlüsse in Bayern und Nordrhein-Westfalen noch aus. In Bayern blieb die dritte Verhandlungsrunde bislang ohne Ergebnis.

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