Mercedes-Benz A-Klasse: Millennials statt Rentner im Visier

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Bestellen kann man die vierte Generation ab März. Die Schwaben lassen die Produktion der neuen Kompaktwagenfamilie dieses Jahr in fünf Werken auf drei Kontinenten anlaufen: Sie startet im Werk Raststatt hierzulande, gefolgt von Werken in Ungarn, Finnland, Mexiko und China.

Was sind die Highlights neben dem Multimediasystem? Nun: Das neue Kompaktmodell von Mercedes-Benz kann erstmals in bestimmten Situationen teilautonom fahren. Dafür hat der OEM Funktionsumfänge aus der S-Klasse übernommen. Kamera- und Radarsysteme sollen bis zu 500 Meter vorausschauen können.

Mercedes A-Klasse: Außen Evolution, innen Revolution
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Außerdem nutzt die A-Klasse Karten- und Navigationsdaten für Assistenzfunktionen. So kann laut Daimler der Aktive Abstandsassistent „Distronic“ als Teil des Fahrassistenzpakets den Fahrer in einer Vielzahl von Situationen streckenbasiert unterstützen und die Geschwindigkeit komfortabel vorausschauend anpassen – z. B. vor Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehren. Eindeutige Icons – etwa ein Lenkrad mit Händen auf beiden Seiten – informieren den Fahrer auf dem Bildschirm als auch im Head-up-Display über die aktivierten Assistenten. Die Bedienung aller Fahrassistenzfunktionen kann über das Lenkrad erfolgen. Den Fahrer unterstützen eine Vielzahl von Assistenten, die er sich selbst konfigurieren kann. Serienmäßig an Bord der neuen A-Klasse ist ein erweiterter aktiver Bremsassistent.

Neue Motoren, neue Getriebe

Antriebstechnisch bleibt es konventionell, die A-Klasse erhält aber überarbeitete Motoren: Zum Start stehen zwei Vierzylinder-Benziner zur Verfügung. Zu den Innovationen des M 282 mit 1,4 Liter Hubraum und bis zu 120 kW zählen Zylinderabschaltung (in Verbindung mit dem 7G-DCT-Getriebe) und Delta-Form des Zylinderkopfs. Zweiter neuer Benziner ist der M 260 mit 2,0 Liter Hubraum, 165 kW und 350 Nm. Neu ist hier unter anderem die „Camtronic“ für die Einlassnockenwelle. Beide Ottomotor-Baureihen verfügen über einen serienmäßigen Partikelfilter.

Ebenfalls neu ist der Vierzylinder-Diesel (OM 608) mit 1,5 Liter Hubraum, bis zu 85 kW und bis zu 260 Nm. Seine Highlights sind ein motornahes Abgasreinigungssystem mit Adblue-Technologie, ein Turbolader mit optimiertem Ansprechverhalten und Wasser-Ladeluftkühlung. Außerdem startet ein neues 7G-DCT-Doppelkupplungsgetriebe. Ein Plug-in-Hybrid ist in Vorbereitung, kommt vermutlich 2019. Erd- (CNG) oder Flüssiggas (LPG) finden nicht statt.

Daimler erhofft sich, mit der neuen A-Klasse auf dem Erfolgskurs der vergangenen Jahre bleiben zu können. Seit der Markteinführung 1997 lieferte der OEM über drei Millionen A-Klassen aus und konnte sich ein Stück weit vom Rentner-Image freimachen. Ein „Smartphone auf Rädern“, wie von Daimler-Chef Zetsche erwünscht – hat der Hersteller zwar nicht ganz erschaffen. Doch im Innenraum kann das Handy des Fahrers gut und gerne in der Tasche verstaut bleiben.

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